Karlstadt

Bessere Angebote für Menschen mit Behinderung

Die Politik für Menschen mit Behinderung ist stets ein Schwerpunkt der bayerischen Sozialpolitik. Ziel ist eine inklusive Gesellschaft. Die zentrale Idee der Inklusion ist, dass Menschen mit und ohne Behinderung von Anfang an gemeinsam in allen Lebensbereichen selbstbestimmt leben und zusammenleben. Ob beim Einkaufen, am Arbeitsplatz, in der Schule, auf Veranstaltungen, in Vereinen oder im Kreis der Familie: Jeder wird von der Gesellschaft so akzeptiert, wie er ist, und kann ein Leben ohne Barrieren führen.

Mit dem „Landesbehindertenplan“ fördert der Freistaat Bayern seit vielen Jahren unterschiedliche Angebote für Menschen mit Behinderung und hat damit auch inhaltlich und konzeptionell vieles auf den Weg gebracht, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts Main-Spessart. Im Landtag engagieren sich derzeit parteiübergreifend verschiedene Abgeordnete, dass im Landesbehindertenplan zusätzlich 1 000 000 Euro für das Jahr 2021 bereitgestellt werden.

Verbesserte Unterstützung für Hörbehinderte

Mit den zusätzlichen Mitteln sollen auch Menschen mit einer Hörbehinderung besser unterstützt werden. Hörbehinderung ist eine unsichtbare Behinderung. In der Gesellschaft selbst ist daher die hohe Beeinträchtigung durch eine schwere Hörbehinderung und die Ausgrenzung der Betroffenen durch die kommunikativen Hürden kaum im Bewusstsein.

Viele Hörbehinderte ziehen sich aus persönlicher Scham zurück und geraten in die Isolation. Das soll mit einer Kampagne mit und auf verschiedenen Medien geändert werden. Zudem soll die Verfügbarkeit von Dolmetscherleistungen für Betroffene verbessert werden. Seit dem Wintersemester 2015/16 gibt es an der Hochschule Landshut den Studiengang Gebärdensprachdolmetschen. Mit einer Werbekampagne soll nun noch intensiver auf diesen Studiengang hinweisen und so die Zahl der Absolventen erhöht werden.

Schulstarthelfer für einen erfolgreichen Schulbeginn

Beim Thema Inklusion dürfen auch die Kinder nicht vergessen werden. Insbesondere der Übergang von der Kita in die Schule ist für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Behinderung oftmals eine Herausforderung. Schulstarthelfer erleichtern den Schulstart von Kindern, indem sie umfassende Unterstützung bieten. Sie zeigen etwa Kindern und Eltern auf, wie sie das Lernen üben oder nehmen auf Wunsch der Familie Kontakt zur Schule, zu Lehrern oder zur schulischen Hausaufgabenbetreuung auf.

Gerade für Kinder, die nur schwer mit neuen Situationen umgehen können, ist diese vielseitige Unterstützung eine enorme Erleichterung. Deshalb soll dieser Ansatz bayernweit vorangebracht werden und entsprechende Haushaltsmittel eingestellt werden. Vorausgesetzt der Haushalt wird – wie jetzt verhandelt – beschlossen, kann damit viel im Sinne der Menschen mit Behinderung in Bayern vorangebracht werden.

Weitere Informationen gibt es bei der kommunalen Behindertenbeauftragten des Landkreises Elena Reinhard unter Tel.: (09353) 7931462 oder Mail: Elena.Reinhard@Lramsp.de

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