Lohr

Buchen-Apotheke feiert Jubiläum: aus kleinen Anfängen groß gewachsen

Haben gut lachen: Konrad und Benedikt Porzelt feiern das 40-jährige Bestehen ihrer Buchen-Apotheke im Lohrer Stadtteil Sendelbach.
Foto: Porzelt | Haben gut lachen: Konrad und Benedikt Porzelt feiern das 40-jährige Bestehen ihrer Buchen-Apotheke im Lohrer Stadtteil Sendelbach.

Die Betriebserlaubnis für die Buchen-Apotheke in Lohr-Sendelbach lautet auf den 19. Januar 1981. Damals hat Apotheker Konrad Porzelt mit einer Angestellten im angemieteten Erdgeschoss des Hauses Sendelbacher Straße 7a ganz bescheiden angefangen. Es gab ein kleines Warenlager und die für Rezeptur und Labor notwendigen und vorgeschriebenen Geräte. Heute zählt die Apotheke 40 Beschäftigte und hat im Laufe der Jahrzehnte etwa 50 Pharmazeutisch-Technische Angestellte und acht Apotheker ausgebildet.

Der große Sprung kam 1983 nach einer Änderung im Arzneimittelrecht. Die Buchen-Apotheke übernahm die Versorgung des Bezirkskrankenhauses Lohr und der vier Kreiskrankenhäuser mit Arzneimitteln, nachdem sie sich mit ihrem Angebot gegen elf Mitbewerber durchgesetzt hatte. Bald reichte der Platz im Erdgeschoss nicht mehr. Glücklicherweise konnten die beiden oberen Etagen mit angemietet werde. Durch Ausschreibungen oder Anfragen wuchsen die Aufträge weiter. Von Sendelbach aus werden inzwischen über 20 Kliniken und Rehaeinrichtungen in ganz Unterfranken mit Arzneimitteln versorgt. Um dies wirtschaftlich zu stemmen, ist die Buchen-Apotheke in zwei mitgegründeten Einkaufsgemeinschaften mit Kollegen in ganz Deutschland vernetzt und aktiv.

Im Jahr 2000 ging die Immobilie in den Familienbesitz über. Dies ermöglichte weitere Investitionen.  Mittlerweile wurden extern noch Räume angemietet, um den zunehmenden Bedarf an Infusionsarzneimitteln, die meist großvolumiger als Tablettenschachteln sind, lagern zu können.

Neues Tätigkeitsfeld seit den 1990er Jahren

In den 90er Jahren kam ein weiteres Tätigkeitsfeld hinzu: Die Versorgung von Krebskranken mit patientenindividuellen Infusionslösungen, zunächst nur für den Krankenhausbereich, später auch in Arztpraxen. In diesem speziellen Gebiet sind von etwa 19 000 Apotheken in ganz Deutschland aktuell nur etwa 200 tätig. Dafür haben die Sendelbacher 2012 den Sterilbereich neu gebaut und modernisiert. Die Buchen-Apotheke hat sich freiwillig einer deutschlandweiten Qualitätsinitiative angeschlossen, die zusätzlich zur behördlichen Überwachung die strengen Kriterien bei der Herstellung extern durch den TÜV Nord überwachen und regelmäßig überprüfen lässt. In einem zweiten Sterilraum werden Arzneimittel hergestellt, die strengen hygienischen Vorschriften unterliegen, wie etwa Augenarzneimittel oder Arzneimittel für die Palliativmedizin oder die Lungenheilkunde.

Auch in der öffentlichen Apotheke hat sich in den letzten 40 Jahren einiges getan: Im Jahr 2000, nach Erwerb der Immobilie, wurde der Bereich für die Kunden komplett neugestaltet und erweitert. Immer wieder gab es Innovationen wie etwa die Digitalisierung. Seit Mitte 2016 arbeitet die Buchen-Apotheke nicht mehr mit Schubladen, sondern mit einem Automaten. Das ist ein Roboter, der die Arzneimittel chaotisch einlagert und auf Anforderung an der gewünschten Stelle auswirft. 2020 wurde der Eingangsbereich neu gestaltet.

Noch heuer soll ein Onlineshop eröffnen

Seit Januar 2021 hat die Buchen-Apotheke ein reines Elektrofahrzeug für Besorgungen und zur Lieferung von Medikamenten. Ein Onlineshop soll noch heuer eröffnet. Hier soll der Kunde nicht nur das vorhandene Angebot prüfen können sondern darüber auch Rezepte hochgeladen und vorbestellt werden.

2021 ist nicht nur der 40. Geburtstag der Apotheke, sondern auch von Konrad Porzelts Sohn Benedikt. Er hat 2008 sein Praktikum in der Buchen-Apotheke absolviert und im Juli 2009 seine Approbation als Apotheker erhalten. Anfangs als angestellter Apotheker tätig, stieg er 2014 als Mehrheitseigner mit in die Geschäftsführung ein. Seitdem firmiert die Buchen-Apotheke als OHG mit zwei Geschäftsführern, Konrad und Benedikt Porzelt.

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