Eußenheim

Bürgerversammlung Eußenheim: Glasfaser lässt auf sich warten

Hier an dieser Stelle in Eußenheims Ortsteil Münster soll die vom Bund geförderte barrierefreie Bushaltestelle mit Unterstellhäuschen errichtet werden.
Foto: Ernst Schneider | Hier an dieser Stelle in Eußenheims Ortsteil Münster soll die vom Bund geförderte barrierefreie Bushaltestelle mit Unterstellhäuschen errichtet werden.

Bürgermeister Achim Höfling streifte bei der virtuellen Bürgerversammlung die statistischen Zahlen sowie die Haushaltslage (Gesamthaushalt 2019: 8 415 700 Euro, Schuldenstand: 2 239 000 Euro, Prokopfverschuldung: 714 Euro).

Die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser sowie die Wasserqualität (rund 30 mg Nitrat pro Liter) nannte der Bürgermeister hervorragend. Allerdings sah er hier auch Handlungsbedarf, denn neben der gesicherten Notversorgung wäre eine Chlorungsanlage erforderlich und ein Wassermeister müsste eingestellt werden. Sorgen bereiten auch die teilweise schlechten Ortsnetze, die Zug um Zug saniert werden müssen. Gleiches gilt für den Brunnen II. Sorgen bereitet auch der durch marode sanierungsbedürftige Kanäle bedingte Fremdwassereintrag von 64 Prozent in die Abwasseranlagen. Sehr gut ausgestattet seien die Feuerwehren infolge des bestehenden Feuerwehrkonzeptes.

Grundschule steht gut da

Zur Schulsituation berichtete der Bürgermeister, dass die Grundschule mit 106 Schülern in fünf Klassen (Je 21 bis 25 Schülern) noch einigermaßen gut dastehe. Anders sieht es bei der Mittelschule aus, denn hier gibt es nur 43 Schüler in drei Klassen mit je 15 bis 17 Schülern. Zur Unterstützung der Mittelschule nannte der Bürgermeister den Mittelschulverbund mit Karlstadt, Zellingen und Arnstein, wobei die 5., 8. und 9. Klasse in Kooperation mit der Mittelschule Arnstein steht. Ab nächstem Schuljahr wird es die offene Ganztagsschule geben.

Für das Projekt "Digitales Klassenzimmer" wurden für die Grundschule 16 i-Pads und pro Klassenzimmer eine Dokumentenkamera plus Apple TV angeschafft. Die Mittelschule erhielt pro Klassenzimmer einen Laptop mit Tablet. Die Kosten von 19 800 Euro werden zu 90 Prozent gefördert. Für Schüler ohne eigene Geräte wurden zehn i-Pads und drei Laptops angeschafft. Hier beträgt die Förderung bei 7500 Euro Anschaffungspreis 100 Prozent.

Neun Monate Wartezeit für Glasfaseranschluss

Für den Glasfaseranschluss (Schule und Rathaus) sei die Telekom bereits beauftragt, allerdings bestünden neun Monate Wartezeit. Die Kosten hierfür betragen 68 300 Euro bei einer Förderung von 90 Prozent. Ebenfalls 90 Prozent Förderung sind für das Förderprogramm "Digitalpakt" zu erwarten. Die Kosten hierfür sind mit 82 000 Euro veranschlagt.

Das pädagogische Konzept für die neue Grundschule in Aschfeld (Gesamtkosten 6,8 Millionen Euro), sieht vor, dass im ersten Stock die 1. und 2. Klassen und im zweiten Stock die 3. und 4. Klassen in Lerngemeinschaften in einem flexiblen Raumkonzept untergebracht sind. Dazu gibt es ein "offene Mitte" für gemeinsames Singen/Musizieren, sowie Präsentationen und kleine Feiern in der Lerngemeinschaft. Baubeginn ist im Sommer 2021, der erste Schultag ist nach den Sommerferien im Jahre 2022.

Weitere Themen in der Bürgerversammlung

- Für den 1700 Hektar großen Gemeindewald (30 Prozent des Gemeindegebietes) ist trotz der Sorgen angesichts des Borkenkäferbefalls und der Trockenschäden bei den Buchen die Nachhaltigkeit bei der Bewirtschaftung sichergestellt.

- Die acht Spielplätze im Gemeindegebiet werden laufend durch den gemeindlichen Bauhof überprüft und die dabei festgestellten Mängel sofort behoben. Eine jährliche Überprüfung erfolgt durch einen Sachverständigen. Zusätzlich sei die Anschaffung von jährlich ein bis zwei neuen Spielgeräten vorgesehen.

- Das vom Bund vorgegebene Ziel der barrierefreien Bushaltestellen ist zurzeit nur bei vier von 26 Haltestellen erfüllt. Die geschätzten Gesamtkosten für den Ausbau liegen bei 800 000 Euro, wobei hier nur rund 3000 Euro an Förderung je Haltestelle zu erwarten sind.

- Für die anstehende Sanierung der Sporthalle Eußenheim (rund 350 000 Euro) gibt die Gemeinde einen Zuschuss von 95 000 Euro.

- Für die energetische Sanierung mit Erneuerung der Duschen in der Aschfelder Bachgrundhalle (1,2 Millionen Euro) wird die Gemeinde rund 370 000 Euro übernehmen.

- Mit dem Ziel Gebäudeleerstände zu vermeiden (Innen statt Außen) Gibt die Gemeinde für die Sanierung von alten leerstehenden Gebäuden im Ortskern eine Förderung von 5000 Euro aus (maximal 30 Prozent).

- Letztendlich soll auch das schnelle Internet mit dem Ziel ausgebaut werden, dass Glasfaser bis an jedes Haus reicht. Dazu ist eine Förderung bis acht Millionen Euro oder maximal 90 Prozent möglich.

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