Neustadt am Main

Die Lichter von Neustadt

Bei Nacht fällt sie fast noch mehr auf als am Tag. Angestrahlt steht sie da, wie ein Fels in der Brandung: die Abteikirche in Neustadt.

Direkt an der Ortsdurchfahrt erhebt sich St. Michael und St. Gertrud aus gelblichem Licht. Nebenan sind die bunten Fenster der Klosterkapelle der Missionsdominikanerinnen hell erleuchtet. Die Abteikirche, zu der einst ein Benediktinerkloster gehörte, wird von Scheinwerfern mächtig inszeniert. Umberto Ecos "Der Name der Rose" hätte auch hier spielen können.

Die Klosterkapelle der Schwester strahlt von innen. Hier feiern sie Gottesdienst, treffen sich zum gemeinsamen Gebet. "Wir beten für die Menschen draußen", sagt Schwester Christiane Sartorius, Provinzpriorin der Dominikanerinnen der heiligen Katharina von Siena von Oakford/Natal. "Mit unserem Gebet wollen wir den Menschen Licht sein."

Brücke ins Helle

Viele Menschen, denen Schwester Albertina begegnet ist, wissen, dass auch Menschen durch ihr Wesen Licht bringen können. Schwester Albertina hat vielen vom Kindergarten an Orientierung gegeben. Manchen ist sie eine Brücke von der Finsternis ins Helle. Dafür haben viele Albertina kürzlich bei ihrem 90. Geburtstag gedankt.

Einen Bogen spannen Leuchtstoffröhren zwischen den beiden Ortsteilen Neustadt und Erlach. Es ist nicht nur der Steg, der sie verbindet. Das eine Dorf würde das andere bei Nacht kaum sehen, wären da nicht die 220 Brennstellen. Auf dem Main schaukeln die Spiegelbilder der Lichter. Der Dorfplatz kommt im Schein der Lampen groß raus.

Auf LED umgestellt

Straßen und Wege sind beleuchtet. Angestrahlt wirken Torbögen und Plätze wie aus anderer Perspektive. "In den letzten fünf Jahren haben wir zahlreiche Straßenleuchten komplett erneuert und somit fast 60 Prozent auf LED-Leuchtmittel umgestellt", informiert Bürgermeister Stephan Morgenroth.

Die kommenden zwei Jahre sollen weitere 35 Straßenleuchten erneuert und zeitgleich auf LED-Leuchtmittel umgestellt werden, so dass bis Ende 2021 rund 80 Prozent der Straßenbeleuchtung in Neustadt und Erlach mit LED betrieben wird. Betreut wird die Gemeinde Neustadt laut Bürgermeister von der Bayernwerk AG.

Betriebskosten reduziert

Die Stromkosten beliefen sich nach seinen Angaben im Jahr 2019 auf rund 15 400 Euro und somit um circa 6100 Euro jährlich weniger als noch 2014. "Trotz Preissteigerung beim Strombezug konnten wir durch Umstellung der Leuchtmittel die Betriebskosten um rund ein Drittel reduzieren", freut sich Morgenroth.

Durch die weitere Umstellung bis 2021 erwartet die Gemeinde im Vergleich zum Jahr 2014 eine Halbierung der Kosten, obwohl durch die Sanierung der Straßenbeleuchtung der Bestand an Straßenleuchten um 14 Prozent im Vergleich zu 2014 erhöht wird.

Zahlen und Fakten zu  Neustadt

Einwohner: 1249 (Stand Ende 2019).
Bürgermeister: Stephan Morgenroth (Bürgerliste).
Arbeitgeber: Die Gemeinde Neustadt ist geprägt von kleineren Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben. Zu den größeren gehören laut Bürgermeister Morgenroth die Firma Braun Schalttechnik, die Fliesen GmbH Hartung, die Schreinerei Dominik Brönner (ehemals Bippus) und Kabeltechnik Schwab.
Geschichte: 2019 hat Neustadt sein 1250-jähriges Bestehen gefeiert. Das Benediktinerkloster wurde 679 gegründet. Der Main mit Schiffern und Fischern prägte früher den Ort. Zur jüngeren Geschichte gehört das Reha-Zentrum für psychisch Kranke, das die Missionsdominikanerinnen betreiben. 
Quelle: memb
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