Gambach

Eine Woche lang Geburtstag feiern

Am 90. Geburtstag von Albina Müller gratulierte Bürgermeister Michael Hombach im Namen der Stadt Karlstadt mit Flaaktalern. 
Foto: Barbara Wolf | Am 90. Geburtstag von Albina Müller gratulierte Bürgermeister Michael Hombach im Namen der Stadt Karlstadt mit Flaaktalern. 

Ihren 90. Geburtstag möchte Albina Müller eine Woche lang feiern. Zuerst mit den fünf erwachsenen Kindern und Ehepartner, danach im Laufe der Woche mit den zehn Enkeln und ihren Familien, zu denen acht Urenkel gehören. An ihrem Geburtstag kam schon um 8 Uhr der erste Anruf mit Geburtstagsständchen.

Albina Müller ist am 4. Oktober 1930 in Gambach geboren. Ihre Eltern betrieben die Baumschule Steinbach, die in der Region bekannt war. Sie hat, wie ihre Geschwister, in der Baumschule mitgeholfen. Ihr Bruder kam 1948 nach vier Jahren Gefangenschaft in Afrika aus der libyschen Hafenstadt Bengasi zurück und brachte seinen Kriegskameraden August aus Wernfeld mit. 1950 haben Albina und August geheiratet. Sie bekamen fünf Söhne und zwei Töchter. Von den sieben Kindern sind leider zwei gestorben.

Ihren 89. Geburtstag hat Albina Müller schon mit allen Verwandten und Freunden im Gasthaus Kutscherstube gefeiert. "Ich habe nicht gedacht, dass ich meinen 90. Geburtstag erlebe", lacht sie. Diesmal wollte sie nicht außer Haus feiern, sondern hat eine Woche für Gratulanten eingeplant.

In der Maintalstraße konnten sie und ihr Mann ein großes Grundstück kaufen, auf das sie ein Haus bauten. Dort hatten die Kinder genügend Platz zum Spielen. Den großen Garten bewirtschafteten sie gemeinsam. Sie bauten alles Gemüse selbst an und mussten nichts kaufen.

Die Geselligkeit kam bei Albina nicht zu kurz. Seit 30 Jahren geht sie zur Gymnastikstunde in den Sportverein Gambach. Mit 50 Jahren lernte sie zusammen mit einer Bekannten das Schwimmen. Urlaub machte sie auch einmal in Spanien und Italien, aber meistens in Bad Füssing. Wenn ein Seniorennachmittag angeboten wird, geht Albina auch heute noch gerne hin.

2005 ist der Familienvater August Müller gestorben, nachdem ihn Albina zwei Jahre lang gepflegt hatte. Trotz etlicher Krankheiten ist sie guter Dinge und sagt über sich selbst: "Hauptsache fit im Kopf. Jeden Tag beim Frühstück lese ich ausführlich die Main-Post." Zudem hilft es ihr sehr, dass bei ihrer Pflegestufe zwei einmal in der Woche eine Hilfe vorbeikommt.

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