Lohr

Einmal "Tal der Ahnungslosen" und zurück

Schüler des Lohrer Gymnasiums waren auf Exkursion in Dresden und Umgebung. ?Foto: Gymnasium
| Schüler des Lohrer Gymnasiums waren auf Exkursion in Dresden und Umgebung. ?Foto: Gymnasium

Im Rahmen des P-Seminars Geografie unternahmen einige Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums Lohr vom 1. bis zum 5. Juli eine Exkursion nach Dresden.

Sinn der Exkursion war es, durch im Voraus von den Schülern vorbereitete Vorträge Dresden und dessen Umland näher kennenzulernen. Da das Seminar den Schülern auch geografische Arbeitsweisen näherbringen sollte, wurden diese auf der Fahrt und bei der Vorbereitung der Vorträge von Studenten der Geografie-Didaktik der Universität Würzburg begleitet. Bereits vor der Exkursion fanden mehrere Treffen mit den Studenten statt.

Die Themenschwerpunkte, zwischen denen die Schüler wählen konnten, umfassten die Bereiche Dresden Altstadt/Neustadt, Braunkohletagebau und Wirtschaft, Ost/West und Little Berlin, das Elbsandsteingebirge und den Spreewald.

Die Schüler fuhren montags um 7 Uhr von Lohr aus los, um die Studenten aus Würzburg abzuholen und sich danach gemeinsam auf den Weg nach Dresden zu machen. Der erste Stopp des Tages war jedoch nicht die sächsische Landeshauptstadt, sondern Mödlareuth, wo die erste Gruppe Schüler ihren Vortrag hielt.

Das ehemalige innerdeutsche Grenzdorf, auch "Little Berlin" genannt, ist ein lebendes Museum, das Besuchern Eindrücke vom Leben direkt an der Grenze zum Staatsfeind und der massiven Grenzsicherung erlaubt. Dann ging es schließlich ins "Tal der Ahnungslosen": Mit diesem sarkastischen Ausdruck wurde in der DDR das Gebiet um Greifwald und Dresden betitelt, da dort aufgrund der Kessellage Westfernsehen und -radio nur schlecht empfangbar waren und deren Bewohner daher als schlecht informiert galten.

Tour durch den Spreewald

Gegen 16 Uhr kam die Gruppe dann in Dresden an und bezog das Hotel. Am nächsten Tag stand der Ausflug in das Elbsandsteingebirge an, das berühmt für die Bastei ist. Die zugehörige Gruppe plante eine Wanderroute für den Tag und informierte die Anderen über das vorhandene Gestein, die Natur vor Ort und die menschliche Nutzung. Am dritten Tag folgte die Tour durch den Spreewald auf einem Kahn, bei der die Schüler die Umgebung und unter anderem die bekannten Spreewaldgurken genießen konnten. Danach ging es für die Truppe auf der F60-Förderbrücke 70 Meter in die Höhe, was alle besonders beeindruckte.

Doch auch danach war der Tag noch nicht zu Ende, denn die Gruppe Braunkohletagebau hielt vor einem Abbaugebiet zum Abschluss des Tages noch ihren Vortrag am "Fenster zum Tagebau".

Am vierten Tag der Exkursion wurde Dresden, samt seiner Alt- und Neustadt erkundet, doch davor begann der Tag mit einem Treffen mit Martin Dulig, Sachsens Vize-Ministerpräsident, SPD-Vorsitzender und Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Bei dem Treffen durften die Schüler und Studenten Dulig zu verschiedensten Themen Fragen stellen, die dieser dann beantworte. Nach diesem besonderen Erlebnis führte die Gruppe "Dresden-Altstadt" die Anderen durch die Stadt, zeigten ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und erklärten hierzu den historischen Hintergrund.

Freitags ging es für alle wieder zurück nach Hause.

Eine Nachbesprechung zeigte, dass die Exkursion bei allen Teilnehmern gut ankam, viele eine solche Exkursion gerne wiederholen würden und die eigene Ahnungslosigkeit erfolgreich bekämpft wurde.

Am Donnerstag, 24. Oktober, folgt um 17 Uhr ein öffentlicher Vortrag zur Exkursion im Demosaal.

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