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Erdkabel als Schlüssel für die Akzeptanz

Vor einigen Monaten haben sich im Deutschen Bundestag die von der Trassenplanung für SuedLink betroffenen Abgeordneten überfraktionell zusammengeschlossen, teilt der Gemündener Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel (SPD) mit. Ende des Jahres sind nun die Parlamentarier hinzugekommen, durch deren Wahlkreise Alternativrouten verlaufen. „Das war ein wichtiger Schritt, um sich nicht gegeneinander auszuspielen, sondern Interessen zu bündeln und gemeinsam zu vertreten“, sagt Rützel.

Im Mittelpunkt der derzeitigen Überlegungen der SuedLink-Gruppe des Bundestags steht die Frage der Erdverkabelung. Diesem Thema war die jüngste Sitzung in dieser Woche gewidmet, zu der Vertreter der Bundesnetzagentur, dem Erdkabelhersteller ABB, der Firma TenneT, des Bundeswirtschaftsministeriums, des Bundesamtes für Naturschutz und der Landwirtschaft zum Gespräch mit den Abgeordneten eingeladen waren.

„Wo das technisch möglich ist und wo es die Belastungen der Anwohner vermindert, da muss ernsthaft eine Verlegung in die Erde ermöglicht werden. Starre Quoten, die die Erdverkabelung begrenzen, sind wenig hilfreich“, sagt Bernd Rützel. „Es ist daher gut, dass die Bundesnetzagentur die Quotierung von Erdkabel-Abschnitten aufgegeben hat.“

Die SuedLink-Gruppe erarbeitet derzeit eine gemeinsame Position zur Novelle des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG), die gerade von der Bundesregierung vorbereitet wird. „Wir wollen, dass die Möglichkeiten für eine Erdverkabelung noch über die vom Bundeswirtschaftsministerium angekündigten Erweiterungen hinausgehen“, schildert Rützel die Ausgangslage für das Positionspapier.

Rützel: Ich sehe die Frage der Erdverkabelung als entscheidend für die Akzeptanz des Netzausbaus in der Bevölkerung. Sie ist damit auch entscheidend für das Gelingen der Energiewende.“ 47 Prozent Prozent Kernenergie gelte es in Bayern zu ersetzen. Da helfe es nicht weiter, den Bedarf neuer Stromtrassen zu leugnen, es müssten konstruktive Lösungen erarbeitet werden. Die Belastung der Anwohner solle möglichst gering bleiben. Die richtige Trassenwahl und die Ausweitung der Erdverkabelung seien deshalb besonders wichtig.

Immer wieder wird behauptet, die Entscheidung über SuedLink falle in Berlin. „Das ist so nicht ganz richtig,“ betont der SPD-Bundestagsabgeordnete. „Die politische Entscheidung ist bereits in der vergangenen Legislaturperiode gefallen – und Seehofer hat ihr für Bayern zugestimmt.“ Der damals im Netzausbauplan festgestellte Bedarf wird laufend unter Berücksichtigung neuer Entwicklungen überprüft.

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