Lohr

Europäisches Gütesiegel für Stroke Unit des Klinikums MSP

Die Stroke Unit als Spezialstation der Neurologie des Klinikums Main-Spessart wurde mit dem Europäischen Zertifikat der ESO ausgezeichnet. Das Zertifikat nahmen stellvertretend für alle beteiligten Mitarbeiter Chefarzt Privat-Dozent Dr. Peter Kraft (rechts) und Oberarzt Dr. Stephan Scherzer entgegen.
Foto: Anja Hildenbrand | Die Stroke Unit als Spezialstation der Neurologie des Klinikums Main-Spessart wurde mit dem Europäischen Zertifikat der ESO ausgezeichnet.

Nach der im Sommer 2020 erfolgten Zertifizierung der Stroke Unit des Klinikums Main-Spessart durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe erhielt die Abteilung nun laut Pressemitteilung des Klinikums auch das Europäische Zertifikat der ESO, der European Stroke Organisation. Die Stroke Unit als Spezialstation für die Schlaganfallversorgung ist Teil der Neurologischen Abteilung. Sie wird von Chefarzt PrivatDozent Dr. Peter Kraft geleitet.  

Während die Deutsche Zertifizierung für die Stroke Unit Lohr durchgehend seit 2003 besteht, wurde die Europäische Zertifizierung 2020 erstmals an das Klinikum Main-Spessart vergeben. Grundlage der ESO-Zertifizierung ist die hochqualitative Behandlung von Schlaganfall-Patienten inklusiver der detaillierten Betrachtung und Analyse aller relevanten Strukturen und Prozesse durch externe Auditoren.  

Der Faktor Zeit ist entscheidend

„Gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie ist mir wichtig: Bei Verdacht auf einen Schlaganfall zögern Sie nicht, den Rettungsdienst unter 112 zu alarmieren. Der Faktor Zeit ist bei der Behandlung entscheidend und ein früher Behandlungsbeginn enorm wichtig“, appelliert Priv.-Doz. Dr. Peter Kraft.

Studien belegten, dass die Anzahl der Schlaganfall-Patienten im Rahmen der Corona-Pandemie mindestens genauso hoch ist wie zuvor, deutschlandweit aber während der ersten und auch derzeit in der zweiten Welle weniger Schlaganfall-Patienten im Krankenhaus behandelt werden als zuvor. „Man kann daraus schließen, dass vor allem weniger stark betroffene Patienten häufiger als sonst ohne die gebotene diagnostische Abklärung zuhause bleiben, was langfristig zu einer erhöhten Quote erneuter Schlaganfallereignisse führen kann und Schlaganfallfolgen den Alltag der Patienten möglicherweise stärker beeinträchtigen, als dies nach zeitnaher Behandlung der Fall gewesen wäre“, führt er fort.

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