Festbierbetrug: Stadt Lohr kündigt Bierliefervertrag

Nach der Täuschung über die Herkunft des Festbieres 2012 beschloss der Lohrer Stadtrat am späten Mittwochabend, den mit der Würzburger Hofbräu beziehungsweise deren Tochter, der Keiler Bier GmbH, geschlossenen langfristigen Bierliefervertrag für die Lohrer Spessartfestwoche per Sonderkündigungsrecht zu beenden.
Was ist drin im Fass? Laut Vertrag muss das Festbier für die Lohrer Spessartfestwoche in Lohr mit Lohrer Wasser eingebraut werden. Allerdings steht jetzt der gutachterlich gestützte Vorwurf im Raum, es sei mit Würzburger Wasser hergestellt worden. Unser Foto entstand bei der Festbierprobe 2012; es zeigt (von links) Lohrs Bürgermeister Ernst Prüße, Festwirt Franz Widmann und Keiler-Geschäftsführer Wolfram Hemmelmann.
Foto: uNGEMACH | Was ist drin im Fass? Laut Vertrag muss das Festbier für die Lohrer Spessartfestwoche in Lohr mit Lohrer Wasser eingebraut werden. Allerdings steht jetzt der gutachterlich gestützte Vorwurf im Raum, es sei mit Würzburger Wasser hergestellt worden. Unser Foto entstand bei der Festbierprobe 2012; es zeigt (von links) Lohrs Bürgermeister Ernst Prüße, Festwirt Franz Widmann und Keiler-Geschäftsführer Wolfram Hemmelmann.

Allerdings beschloss das Gremium später im nichtöffentlichen Teil der Sitzung, dass die Würzburger Hofbräu als Keiler-Mutter für 2013 nochmal eine Chance erhält. Der kurz zuvor aufgekündigte Liefervertrag wurde daher ergänzt um einige Sonderkonditionen für das Jahrt 2013 verlängert. Nach der diesjährigen Spessartfestwoche soll dann entschieden werden, wie es dauerhaft mit der Lieferung der rund 130.000 Liter Festbier weitergeht.