Lohr

Große Sonntagsspannung mit dem „Monday Club“

Andrang: Nach ihrer Lesung signierte Krystyna Kuhn (rechts) noch zahlreiche Bücher.
Foto: Birgit Wagner | Andrang: Nach ihrer Lesung signierte Krystyna Kuhn (rechts) noch zahlreiche Bücher.

Im fast voll besetzten Mehlingskeller las am Sonntagabend Krystyna Kuhn aus ihrem am 17. Juli erschienenen Buch „Monday Club“. Ein Zwiegespäch mit Elisabeth Schmidt führte die Zuhörer in die Thematik des 19. Buches der Schriftstellerin ein.

2009 erschien ihr letzter Erwachsenen-Krimi. Seitdem schreibt Kuhn Thriller für Jugendliche. „Der Arena-Verlag hat mich damals darauf angesprochen. Ich habe es ausprobiert und festgestellt, dass das genau mein Ding ist.“ Ihr neues Buch erschien allerdings im Oetinger-Verlag Hamburg als Top-Titel für den Herbst. „Ich möchte mich nicht an einen Verlag allein binden. Mir liegen besonders schöne Projekte am Herzen“, erklärt sie im Gespräch mit Elisabeth Schmidt.

„Monday Club“ erzählt die Geschichte des Mädchens Faye, das an einer bisher unerforschten Art der Schlaflosigkeit, der „idiopathen Insomnie“ leidet. In der Folge ist sie häufig unkonzentriert und halluziniert zeitweise. Sie lebt in dem idyllischen Städtchen Bluehaven in Maine, USA, in dem jeder jeden kennt und keiner nachts die Tür abschließen muss. Doch als ihre engste Freundin Amy bei einem harmlos scheinenden Autounfall ums Leben kommt, verschwimmen zunehmend Halluzination und Realität.

Die bürgerliche heile Welt bekommt langsam Risse und Faye zweifelt immer mehr an ihrer Wahrnehmung. Welche Rolle spielt der rätselhafte Monday Club bei Amys Tod? Oder ist sie gar nicht tot?

Krystyna Kuhn liest mit sanfter, ruhiger Stimme und schafft es meisterhaft, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Für den Thriller „Monday-Club“ hat sie aufwändig recherchiert, war vier Wochen mit ihrem Partner Thomas Kohnle in den USA, um einen geeigneten Schauplatz für das Geschehen zu finden. Kohnles Fotos bereichern die Lesung und versetzen noch intensiver in den Fantasie-Ort Bluehaven, den Krystyna Kuhn kreiert hat.

Kuhns Stimme und ihre suggestiven Texte entfalten zusammen mit den Bildern eine Sogwirkung, die die Zuhörer in das mysteriöse Geschehen hineinzieht. Was geschah wirklich und was passierte nur in Fayes Vorstellung? Um diese Gratwanderung zu meistern, beschäftigte sich die Autorin intensiv mit Themen aus Gehirnforschung, Physik und Psychologie.

Nach vier vorgelesenen Kapiteln war die Spannung so groß, dass viele Zuhörer das Buch sofort erwarben - natürlich mit Widmung der Autorin. Wie geht es weiter nach „Monday Club“? Der zweite und dritte Teil sind bereits in Planung, danach steht eventuell wieder ein Krimi an. „Eigentlich würde ich ja viel lieber mal einen Liebesroman schreiben. So einen richtig romantischen Liebesroman“, schwärmt Kuhn.

Infos unter www.monday-club.de

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