Lohr

Impfstoff derzeit nur in geringen Mengen

Im Impfzentrum in der Lohrer Spessarttorhalle steht alles bereit. Wann es dort allerdings mit den Impfungen der über 80-Jährigen losgehen kann, hängt von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab.
Foto: Jonas Pröschel | Im Impfzentrum in der Lohrer Spessarttorhalle steht alles bereit. Wann es dort allerdings mit den Impfungen der über 80-Jährigen losgehen kann, hängt von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab.

Das Impfzentrum in der Lohrer Spessarttorhalle steht bereit und könnte ab sofort mit den Impfungen starten. Allerdings ist dies davon abhängig, wie viel Impfstoff der Landkreis in den kommenden Tagen und Wochen erhält, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt. Noch sind die mobilen Impfteams in den Alten- und Pflegeheimen in Main-Spessart im Einsatz, um die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal zu impfen. Denn sie gehören zur höchsten „Priorisierungsgruppe“, also zu den besonders gefährdeten Personen.  

Am 27. Dezember wurde in der Otto und Anna Herold-Stiftung in Karlstadt mit den Impfungen begonnen. Insgesamt sind in den Pflegeeinrichtungen im Landkreis rund 1500 Bewohner und etwa 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu impfen. Jede Person benötigt zwei Impfungen im Abstand von einigen Wochen, um einen wirksamen Schutz zu erhalten. Auch dies muss bei den Planungen berücksichtigt werden.

Isolation beenden

„Wenn wir diesen besonders wichtigen Schritt im Impfplan abgeschlossen haben, haben wir viel gewonnen“, so Landrätin Sabine Sitter. "Denn wenn die Bewohnerinnen und Bewohner in den Heimen wirksam vor Covid-19 geschützt sind, kann hier die Isolation beendet werden und wieder Leben einziehen." Nachdem der Impfstoff derzeit nur in geringen Mengen zur Verfügung steht, wird das in Lohr eingerichtete Impfzentrum vorerst nur eingeschränkt in Betrieb gehen können. Dort werden nach den Pflegeeinrichtungen zunächst die über 80-Jährigen an die Reihe kommen. Anspruch darauf haben in Main-Spessart knapp 10 000 Frauen und Männer. Alle über 80-Jährigen Einwohner des Landkreises werden in den kommenden Tagen ein Informationsschreiben dazu erhalten, heißt es in der Pressemitteilung.

 Erst danach folgen weitere Priorisierungsgruppen. „Der Landkreis ist gut vorbereitet, das Impfzentrum steht bereit und die mobilen Teams arbeiten bereits erfolgreich“, so Verwaltungsleiter Andreas Hafenrichter „Entscheidend für die Durchführung der Impfungen ist nun in erster Linie die Menge des Impfstoffes, die wir erhalten.  Dies liegt nicht in unserer Hand, daher können wir momentan nur kurzfristig planen.“   

Registrierung nötig

Impftermine für das Impfzentrum werden derzeit nicht vergeben, aber die Registrierung kann bereits durchgeführt werden. Diese ist für eine Impfung auch zwingend erforderlich. Das Landratsamt bittet, hierfür vorrangig das Online-Registrierungssystem unter www.impfzentren.bayern zu nutzen, weist aber darauf hin, dass mit jeder E-Mail-Adresse nur eine Person registriert werden kann. Pro Person muss also eine separate E-Mail-Adresse vorliegen. Sollte dies nicht möglich sein oder kein Internetzugang zur Verfügung stehen, kann die Registrierung auch telefonisch über die Hotline unter Tel.: (09353) 793 – 1555 erfolgen. Es kann zu längeren Wartezeiten kommen, teilt das Landratsamt mit.  

Sobald vom Impfzentrum buchbare Termine in das System eingestellt werden – voraussichtlich ab der dritten Kalenderwoche - erhalten registrierte Personen eine Einladung zur persönlichen Terminbuchung. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Impfzentrum ist nicht erforderlich. Die Personen werden automatisch kontaktiert, sobald sie an der Reihe sind. 

Impfungen erfolgen streng nach der Zugehörigkeit zu den Prioritätengruppen. Die Zuweisung eines Impftermins erfolgt unabhängig von der Reihenfolge des Eingangs der Registrierung. So wird sichergestellt, dass immer die besonders gefährdeten Menschen zuerst geimpft werden. Personen, die nicht zur höchsten Priorisierungsgruppe gehören, müssen sich also noch etwas gedulden. Für diese Personengruppe ist es deshalb aktuell auch noch nicht notwendig, sich registrieren zu lassen.

„Es ist uns natürlich bewusst, dass viele ältere Menschen über keinen eigenen Internetzugang verfügen, aber wir bauen hier sehr auf die Unterstützung durch deren Kinder oder Enkel, die die Registrierung für die Mutter oder die Oma übernehmen, oder gerne auch auf Nachbarschaftshilfe “, erklärt Sabine Sitter.

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