Karlstadt

Karlstadt: Aufträge für rund 2,5 Millionen Euro

Die Angerstraße wird nun doch erneuert. Investitionen zudem in eine Wohnanlage, für ein Baugebiet und die Feuerwehren.
Die Angerstraße Karlstadt weist deutliche Schäden auf –  mit Rissen und Setzungen wie hier an diesem Straßeneinlauf.  
Foto: Karlheinz Haase | Die Angerstraße Karlstadt weist deutliche Schäden auf –  mit Rissen und Setzungen wie hier an diesem Straßeneinlauf.  

Andere Vorhaben verschieben oder die Verschuldung erhöhen. Diese Möglichkeiten nannte der Karlstadter Bürgermeister Michael Hombach in der jüngsten Stadtratssitzung, um die Neugestaltung der Angerstraße zu finanzieren. Rund 652 000 Euro soll das kosten – Geld, das die Stadt nicht eingeplant hat. Dennoch entschieden sich die Stadträte einstimmig für die Vergabe der Arbeiten an die Firma Grümbel (Gössenheim). Denn bei den laufenden Kanalarbeiten stellt sich heraus, dass die Straße in schlechtem Zustand ist und mehr Asphalt weggerissen werden musste als gedacht.

Der Graben in der Angerstraße musste breiter werden als angenommen.
Foto: Karlheinz Haase | Der Graben in der Angerstraße musste breiter werden als angenommen.

Eigentlich sollte die Straße nach der Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen nur wieder "zugeflickt" werden – diese Vorgehensweise ist dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge geschuldet.  Bei einer Ortsbesichtigung überzeugte sich der Bauausschuss jedoch von den Schäden – Risse und Setzungen. Die Straße soll nun von der Helfensteinstraße bis zur Realschule so gestaltet werden, wie dies schon bei der Kapuzinerstraße und anderen in der Nähe geschehen ist.

Zwölf neue Wohneinheiten

Als historisch bezeichnete es Hombach, dass die Stadt im Stationsweg 28 ein Mehrfamilienwohnhaus mit zwölf Wohneinheiten errichtet. Seit 50 Jahren habe die Stadt keine neue Wohnung mehr gebaut. Einstimmig vergaben die Stadträte die Rohbauarbeiten an die benachbarte Baufirma Liebstückel. Sie hatte mit rund 1,08 Millionen Euro das günstigste Gebot abgegeben. Planer Rüdiger Amthor hatte allerdings mit lediglich 809 000 Euro gerechnet.  Die Kostenüberschreitungen würden hauptsächlich aus aufwendigeren Erdarbeiten, einer zusätzlichen Dachdecke im Treppenhaus und einer geränderten Ausführung der Balkone mit dem Einbau von Schöck-Einbauteilen resultieren – Letztere sollen helfen, die Energieeinsparverordnung einzuhalten.

Durch Einsparmöglichkeiten wurden die Kosten um rund 120 000 Euro gedrückt. Beispielsweise  wurde der Baugrund als unbelastet nachgewiesen, der Bauunternehmer übernimmt die Kosten für die Baustelleneinrichtung und stellt den Kran für Nachunternehmer. Außerdem werden Kalksandsteinwände erstellt statt solche aus Planziegeln.  

Der Bauausschuss vergab die Gerüstarbeiten für 21 000 Euro an die Firma V+A Wagner (Marktheidenfeld), die Zimmererarbeiten für 24 000 Euro an die Firma Weißenberger (Schwebenried) sowie die Dachdecker und Spenglerarbeiten für 79 000 Euro ebenfalls an Weißenberger.

Neues Feuerwehrhaus Laudenbach

Noch im Oktober soll der Bau des neuen Feuerwehrhauses mit zwei Stellplätzen in Laudenbach beginnen. Die Firma Schmitt-Bau (Stetten) lag mit rund 236 000 Euro fast 6000 unter der Kostenberechnung des Architekturbüros Heßdörfer und Seifert. Die Firma Sandrock (Gemünden) lag mit rund 13 000 Euro circa zehn Prozent über der Schätzung. Fast 3800 Euro über der Schätzung lag die Firma Ehrenfels (Karlburg) mit ihrem Angebot von fast 44 000 Euro bei den Zimmererarbeiten Und die Firma Götz (Höchberg) traf mit 75 000 Euro fast exakt die Berechnung für die Dachabdichtung. Stadtrat und Bauausschuss vergaben die Aufträge einstimmig.

Extrem günstige Erschließung

Ebenso einstimmig erfolgte die Auftragsvergabe für die Erschließung des Geländes in Karlburg, auf dem früher die Firma Isoliertüren Ehrenfels ihre Produktion hatte. Sieben Bauplätze sollen dort im Innenort entstehen. Mit Abstand günstigster Bieter war die Firma TM Tiefbau Mainfranken, vor fast einem Jahr aus Garten- und Landschaftsbau Kraft (Mühlbach) hervorgegangen und der Gruppe Riedel-Bau (Schweinfurt) angeschlossen. Sie übernimmt den Bau von Kanal, Wasser, Gas- Strom und Straßen für nur 285 000 Euro. Geschätzt worden waren 495 000 Euro.      

Noch ein einstimmiger Beschluss: Für rund 60 000 Euro erhält die Firma Martin Schneider (Flehingen) den Auftrag für einen Mannschaftstransportwagen für die Rohrbacher Feuerwehr. Die Anschaffung geht auf einen 2013 aufgestellten Investitionsplan für die Karlstadter Feuerwehren zurück. Die Rohrbacher Wehr hat derzeit 44 aktive und vier Jugendliche.    

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