Karlstadt

Karlstadter Stadtwerke: Kläranlage Wiesenfeld ist der größte Batzen

In diesem und im nächsten Jahr wird eine Kreditaufnahme nötig sein, danach folgt der Schuldenabbau.
Der Bau der Kläranlage Wiesenfeld ist die größte Stadtwerke-Investition in diesem Jahr.
Foto: Karlheinz Haase | Der Bau der Kläranlage Wiesenfeld ist die größte Stadtwerke-Investition in diesem Jahr.

Im April soll der Karlstadter Stadtrat den Wirtschaftsplan der Stadtwerke absegnen. Am Dienstag befasste sich der Werkausschuss schon mal mit dem Zahlenwerk mit einem Umfang von rund 4,7 Millionen Euro. Die mit Abstand größte Investition ist der Bau der Kläranlage Wiesenfeld mit etwa 2,5 Millionen Euro. 

Die Stadtwerke bestehen aus den Betriebszweigen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Beteiligung an der Energieversorgung, Tiefgarage, Photovoltaik, Freibad und Wohnnmobilstellplätze. Werksleiter Klemens Albert und der kaufmännische Leiter Christoph Fluhrer stellten die Planung vor. 

Die Schulden der Stadtwerke werden im Jahr 2021 ihren vermutlichen Höchststand von über 13 Millionen Euro erreichen. Dieser ist durch die zwei Großprojekte Rathaus-Anbau (abgeschlossen) und Kläranlage Wiesenfeld verursacht. Ab 2022 werden die Schulden wieder abgetragen; 2024 sollen sie unter die 10-Millionen-Grenze sinken. 

Im Wirtschaftsplan, der die laufenden Kosten abbildet, wies Fluhrer auf geänderten Rahmenbedingungen hin. "Durch die geänderte Satzung werden sich andere Umsatzerlöse ergeben." Nach einem Verlust von 152 000 Euro im Jahr 2020, wird für 2021 ein Jahresgewinn von 170 000 Euro erwartet.

Kreditaufnahme dieses oder nächstes Jahr nötig

Der Finanzplan, der die Investitionen darstellt, hat ein Volumen von 4,7 Millionen Euro. "Das bekommen wir finanziert", sagte Fluhrer. 2021 sollen Kredite über rund 1,6 Millionen Euro aufgenommen werden, 2022 von weniger als 1 Million und "ab 2023 besteht kein Kreditbedarf", so Fluhrer.

Neben der Großinvestition in den Kläranlagen-Bau nehmen sich die Erneuerung von Abwasserkanälen in Karlstadt (rund 355 000 Euro), Wasserleitungen in der Stettener Weinbergstraße (275 000 Euro) und andere Projekte vergleichsweise überschaubar aus. Die Werkausschuss-Mitglieder hatten deshalb keine Nachfragen oder Beanstandungen und empfohlen dem Stadtrat einstimmig, dem Wirtschaftsplan der Stadtwerke zuzustimmen.  

Ebenfalls einstimmig vergaben sie den Auftrag für die Lieferung und den Einbau von Türen und Fenstern für die Kläranlage Wiesenfeld für knapp 33 000 Euro an die Firma Frauenfeld aus Würzburg. Der Jahresabschluss 2018 der Stadtwerke wurde bereits im Januar 2020 vom Kommunalen Prüfungsverband erstellt. Nun wurde die Steuererklärung der Stadtwerke beim Finanzamt eingereicht. Der Werkausschuss empfahl daher dem Stadtrat einstimmig, dem "kaufmännischen Abschluss der Stadtwerke für das Geschäftsjahr 2018" mit einem Jahresgewinn von rund 220 000 Euro zuzustimmen.

Das Thema Parkdeck wird wiederkommen

Stefan Rümmer (SPD) fragte nach, ob der Bau eines Parkdecks in der Gemündener Straße weiterhin geplant sei oder ob diese Planung "mittlerweile in der Schublade abgelegt" sei. Klemens Albert sagte: "Wenn's um die Sanierung der nördlichen Altstadt geht, ist das Thema nochmal zu besprechen." Albert wies darauf hin, dass die von Rümmer im Wahlkampf geäußerte Idee, die Altstadt-Tiefgarage zu erweitern "ein Vermögen" kosten würde, laut Albert "ein Vielfaches eines Parkdecks".

Gunter Müller (FW) fragte, wann der Wohnmobilstellplatz in Mühlbach in diesem Jahr eröffnet werde. Bürgermeister Hombach sagte, grundsätzlich sei dieser Platz das ganze Jahr über geöffnet. Zurzeit unterliege er aber den Infektionsschutzmaßnahmen zum Thema Beherbergung und müsse geschlossen bleiben.  

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