Karlstadt

Klara Eckstein aus Karlstadt wurde 95 Jahre alt

Zum 95. Geburtstag von Klara Eckstein gratulierte unter anderem Bürgermeister Michael Hombach im Garten der Heroldstiftung unter dem schattigen Pavillon.
Foto: Barbara Wolf | Zum 95. Geburtstag von Klara Eckstein gratulierte unter anderem Bürgermeister Michael Hombach im Garten der Heroldstiftung unter dem schattigen Pavillon.

Im Kreise ihrer vier Söhne und eines Enkels feierte Klara Eckstein am 16. Juni ihren 95. Geburtstag. Im Garten unter dem schattigen Pavillon der Otto und Anna Heroldstiftung war ein Umtrunk hergerichtet. Bürgermeister Michael Hombach gratulierte und überreichte der Jubilarin Flaaktaler.

Klara Eckstein, geborene Baumbach, besuchte in Würzburg drei Jahre die Schwesternschule und wurde Krankenschwester. 1947 lernte sie Kurt Eckstein vor den Karlstadter Filmlichtspielen Dix kennen und heiratete ihn 1948 mit 21 Jahren. Als ihre ersten zwei Jungs geboren waren übernahm sie den Dauernachtdienst im Luitpoldkrankenhaus (Uniklinikum) für 25 Jahre. Davon hielt sie 20 Jahre in der Neurologie Nachtwache. Die Kinder wurden von ihren Eltern versorgt, die mittlerweile in der Siedlung gebaut hatten. Ihren Führerschein machte Klara 1964, dies erleichterte die Fahrt zur Arbeit sehr.

Mit 77 Jahren Gitarre gelernt

1984 ging sie wegen Rückenprobleme in den Vorruhestand. Sie begann in ihrer Freizeit mit Strohbildern und Intarsienarbeiten. Dann hatte sie die Idee, eine Puppenserie „Karschter Klärchen“ mit 250 Exemplaren zu fertigen, die sie in der Presse vorstellte und verkaufte. Einige Jahre später begann sie Gedichte zu schreiben und brachte insgesamt 23 Broschüren heraus. Mit 77 Jahren fing sie an Gitarre zu lernen und engagierte dafür die Gitarrenlehrerin Friedericke Kraus von Femina Musika. Dies hielt sie zehn Jahre durch. Vor sechs Jahren textete sie ein Karschter Lied, das auf CD von Marion Mahlo gesungen wurde. Viele persönliche Beiträge lieferte sie bei der Geschichtswerkstatt Karlstadt für die Jahrbücher ab. Ihre letzte Broschüre trägt den Titel: „Geschichten, die mein Leben schrieb“. Diese Schrift schickte sie an Kanzlerin Angela Merkel und bekam dafür ein Dankschreiben.

Mit ihrem Mann Kurt verreiste Klara meist innerhalb Deutschlands, gerne nach Zwiesel, aber auch nach Österreich. Ihre weiteste Reise führte sie nach Russland. Als 2001 ihr Mann starb, zog ihr jüngster Sohn mit seiner Familie ins Haus. Seitdem wurde für Mutter Klara mitgekocht. Große Freude bereitete ihr auch das Wirtshaussingen, das sie bis 2020 besuchte. Während der Corona Pandemie musste sie ins Krankenhaus und durfte keinen Besuch bekommen. Dies hat sie schwer verkraftet. Seit Juli 2020 wohnt sie in der Heroldstiftung. Die vier Söhne, zwölf Enkel und sieben Urenkel besuchen sie abwechselnd und fahren sie auf Wunsch mit ihrem Rollstuhl in die Stadt zum Marktplatz.

Heimleiterin Elfriede Roth berichtete, dass Klara Eckstein am Morgen ihres Geburtstages zur Feier des Tages zwei Lieder gesungen hat, um einen schönen Tagesbeginn zu haben.

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