Sackenbach

Konstrukteur mit Herz für Archäologie

Ein Leben für die Familie, den Beruf und die Archäologie: Josef Stürmer wird heute 90 Jahre alt.
Foto: Gisela Büdel | Ein Leben für die Familie, den Beruf und die Archäologie: Josef Stürmer wird heute 90 Jahre alt.

"Mir geht es gut, und vielleicht werde ich noch 100 Jahre alt", blickt Josef Stürmer mit einem Augenzwinkern auf seinen 90. Geburtstag, den er am Donnerstag im Sackenbacher Frührain feierte. Seine Lebensleistung basiert auf beruflicher Erfüllung, dem Engagement für die Archäologie und der Sorge für die Familie.

Josef Stürmer wurde am 21. Januar 1931 in Homburg geboren. 1938 zog die Familie nach Würzburg um. Dem Volksschulbesuch folgte eine dreijährige Lehrzeit als Maschinenschlosser bei der Firma König & Bauer in Würzburg. Nach der Lehre und weiteren zwei Jahren in der Firma absolvierte der Jubilar ein Studium zum Maschinentechniker. Zeitgleich bildete er sich in einem Grundlehrgang für Arbeitsstudien weiter.

Josef Stürmer sammelte Erfahrungen als Konstrukteur in Mellrichstadt, Reutlingen und München. Von 1961 bis 1965 war er im Maschinenbau der Bosch Rexroth AG in Lohr tätig. Dort stieg er vom Gruppenleiter zum Konstruktionsingenieur auf. 1975 wechselte Stürmer als Abteilungsleiter, Technischer Leiter Entwicklung/Konstruktion und Technischer Geschäftsführer zum Lohrer Unternehmen Sauer Hydraulik.

Nach dem Verkauf des Unternehmens an die Firma Hunger kehrte er 1986 als Leiter der Komponenten-Konstruktion zu Bosch Rexroth zurück. Nach dem Eintritt in den Ruhestand 1996 unterstützte der Jubilar das Unternehmen über einen zweijährigen Beratervertrag. Die berufliche Erfolgslaufbahn krönte er mit der Entwicklung von 16 Patenten im Hydraulikbereich.

Geschichtsträchtige Reiseziele

Seine zweite Leidenschaft war und ist die Archäologie, die ihn und seine Frau auf Fernreisen zu geschichtsträchtigen Zielen in Griechenland, Syrien oder Italien führte. Erst im Ruhestand blieb Josef Stürmer die Zeit für die Erfüllung eines Herzenswunsches: Er studierte Archäologie. Sein Interesse an Ausgrabungen, Ausstellungen und alten Kulturen führte ihn zur Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Rhön-Grabfeld, wo sein Wissen und handwerkliches Geschick bei der Suche nach historischen Kostbarkeiten geschätzt wurde.

Die Kraft für seine Aktivitäten in Beruf und Hobby schöpfte der kontaktfreudige Senior aus dem Familienleben. Mit Ehefrau Renate feiert er im März die Diamantene Hochzeit. Aufgrund seiner altersbedingten gesundheitlichen Einschränkungen dankt der Senior für die liebevolle Sorge seiner Gattin mit den Worten "Wie gut, dass du da bist". Zur Familie zählen die beiden Söhne Michael und Martin und vier Enkeltöchter. Große Freude bereitet dem Urgroßvater der einjährige Urenkel Josef, der nach ihm benannt wurde. Gefeiert wurde der Ehrentag coronabedingt im kleinen Kreis mit der Familie.

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