Lohr

Laut Viva Voce findet Google alles außer Glück

Das A-capella-Quartett Viva Voce hat mit einem Benefizkonzert rund 500 Zuhörer in die Lohrer Stadthalle gelockt. 
Foto: Gisela Büdel | Das A-capella-Quartett Viva Voce hat mit einem Benefizkonzert rund 500 Zuhörer in die Lohrer Stadthalle gelockt. 

"Halt mer zam in wilden Zeiten": Diese aufmunternde Botschaft im gleichnamigen Song des A-capella-Quartetts Viva Voce spiegelte eindrucksvoll den Benefiz-Gedanken des Konzertes am Samstagabend vor 500 Besuchern der Lohrer Stadthalle wider. Kommt doch der Reinerlös des Abends dem Förderverein des Klinikums Main-Spessart zugute.

Ottmar Kliegl, Vorsitzender des Fördervereins für das Klinikum Main-Spessart und ehemaliger Klinikreferent, begrüßte "coronabedingt mit einem Jahr Verspätung" die Ehrengäste Landrätin Sabine Sitter, den Altlandrat und Fördervereins-Ehrenvorsitzenden Armin Grein, Kultusstaatssekretärin Anna Stolz sowie Klinikreferent René Bostelaar. Kliegl dankte für jegliche Unterstützung. "Der Förderverein lebt von Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Benefizveranstaltungen", betonte er auf Anfrage. "Dabei arbeiten wir nicht krankenhauspolitisch, sondern gehen in die Nischen."

Im neuen Programm "Glücksbringer" kamen die vier fränkischen Vokalkünstler zum Schluss: "Google findet alles außer Glück." Die Zuhörer in Lohr ließen sich nur zu gern von folgender Textzeile überzeugen: "Ein A-capella-Song wirkt antidepressiv, er holt dich raus aus deinem Tief."

Drums imitiert

Die Ansbacher Band Viva Voce besteht aus David Lugert (Tenor), Bastian Hupfer (Tenor), Heiko Benjes (Bass) und Andreas Kuch (Bariton, Mouth Percussion). Letzterem gebührt ein Extra-Kompliment für seine faszinierende Imitation einzelner Drums bis zum kompletten Schlagzeug. Egal, ob beim Gesang oder bei der Moderation, das Quartett garantierte beste Unterhaltung auf hohem Niveau, war charmant und witzig, wechselte vom Feingeistigen zum Temperamentvollen.

Als wahrer Glücksbringer entpuppte sich die spontane Idee, aus Lohrer Begriffen, die aus dem Publikum kamen, ein Lied zu zaubern. Es thematisierte fantasievoll Schloss und Schneewittchen, Weinhaus Mehling und Eis vom Bernhard. "Wo was Altes wegfällt, bricht was Neues an. Wir werden wieder ohne Masken lachen irgendwann": Mit "Halt mer zam", ihrem Erfolgslied aus der Fastnacht in Franken 2021, stimmten die Vokalisten zuversichtlich.

Der mitgeschleifte Gatte

Gleichermaßen aufbauend waren die Klassiker "You raise me up", Leonard Cohens "Hallelujah" und das Bekenntnis des betagten Ehepaares: "Wir haben uns, bis dass man Brot uns schneidet." Doch Viva Voce kann auch anders: Als Lachnummer des Abends erwies sich der "mitgeschleifte Gatte". Ob das bei Ansprechpartner Mario in Reihe eins der Fall war, blieb ein Geheimnis.

Mit stehenden Ovationen und Zugabe-Rufen sicherte sich das Publikum nach gut zwei Stunden weitere Musik: vom Geburtstagsständchen für Besucherin Janine bis zu "Hallo, du schönes Franken" mit dem Fazit "Basst scho". Dieses "größte Kompliment aus fränkischem Munde" gebührte Viva Voce. Passend zur Musik überreichte Kliegl dem Quartett einen Korb, gefüllt mit "dem Besten vom Besten".

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