Gemünden

Leserforum: Im Röderweg staubt's heftig

Zum Artikel "Tribüne kommt später" vom 25. Februar, erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:

Wie aus dem Artikel hervorgeht, sollen ab April die Erdarbeiten für die Tribüne beginnen und der gesamte Baustellenverkehr soll über den Röderweg abgewickelt werden. Anwohner wurden bisher noch nicht informiert. Dabei habe ich vor zwei Jahren den Bürgermeister angeschrieben, er möge doch mal ausloten, wie man die Scherenburg erreichen kann, ohne über den Röderweg/Waldweg zu fahren. Denn der Waldweg ist unbefestigt und im Sommer so trocken, dass selbst ein Radfahrer eine Staubwolke hinterlässt.

Jeder kann sich dann vorstellen, dass, wenn eine Veranstaltung auf der Scherenburg ist und der Schotter richtig zu feinem Staub geworden ist, es zu massiver Staubbelästigung kommt, weil keiner entsprechend langsam fährt, obwohl die ersten 250 Meter mit einem 10 km/h–Schild ausgeschildert sind. Bei einem Test mit einem Langholz-Truck waren selbst 5 km/h noch zu schnell. Der Fahrer meinte, da kann ich langsam fahren wie ich will, das staubt.

Auch die Müllabfuhr fährt mit sämtlichen Fahrzeugen (Müllabfuhr, Papiersammler, Sperrmüll usw.) zum Mühltorberg über den Röderweg/Waldweg hin und wieder zurück, weil sie den schmalen Mühltorberg nicht hochkommt. Früher hatten sie schmalere Fahrzeuge aber seit sie auf Ein-Mann-Betrieb umgestellt haben, fährt alles über den Röderweg zum Mühltorberg. Und die fahren trotz mehrerer Hinweise keine 10 km/h wie vorgeschrieben, obwohl die Bertiebsleitung der Firma Remondis schon öfters darauf hingewiesen worden ist. Da meint man, man baut in eine ruhige Siedlung ins Saaletal und plötzlich steckst du mitten im Verkehr.

Am schlimmsten aber hat sich der Zubringerverkehr zur Scherenburg bei Veranstaltungen erwiesen, besonders der Shuttlebus für die Besucher der Festspiele. Im Acht-Minuten-Takt fahren die den Waldweg hoch und runter in teilweise rasantem Tempo und das mitten im Sommer sechs Wochen lang an drei bis vier Spieltagen je Woche ca. 1,5 Stunden vor und nach der Vorstellung. Das geht, je nach Besucherzahl, bis nachts 0.30 mitunter bis 1 Uhr.

Und jetzt soll der Baustellenverkehr im Halbstundentakt durch unsere Siedlung geleitet werden mit Parkverboten für die Anlieger, damit die Lkw aneinander vorbeikommen, wie ich in Erfahrung gebracht habe. Den Aushub kann man auch in Richtung Reichenbuch wegfahren, ab dort kann man in sämtliche Richtungen fahren und niemand wird belästigt. Ich hoffe nur, dass, bevor die Bauarbeiten beginnen, der Waldweg wenigstens bis etwa zum Hochbehälter geteert wird, dass der Dreck aus den Autoreifen abfallen kann, bevor er die Häuser erreicht, denn dann staubt der Dreck, wenn es trocken ist.

Ich frage mich, ob diese Tribüne eigentlich sein muss. Meiner Meinung nach haben solche Festspiele keine Zukunft. Die Burgfestpiele in Klingenberg z.B. mussten 2019 die Segel streichen und Insolvenz anmelden. Anscheinend will sich der Hans Michelbach hier ein Denkmal setzen.

Möchte nur wissen, was die Stadträte mit wenigen Ausnahmen dazu bewogen hat, der ganzen Sache zuzustimmen. Geld bleibt eh keines in der Stadt, weil die Gastronomie schon geschlossen hat, wenn die Vorstellungen zu Ende sind. Zuschussbetriebe haben wir in Gemünden mit der Scherenberghalle, dem Freibad, dem Hallenbad und dem Campingplatz schon genug.

Und der Bürgermeister? Kraft seines Amtes ist er, glaube ich, 2.Vorsitzender des Fördervereins Scherenburgfestspiele und somit voreingenommen. Es macht also keinen Sinn, sich mit ihm über die Abschaffung der Scherenburgfestspiele zu unterhalten.

Peter Scherzer
97737 Gemünden

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