Karlstadt

Main-Spessart findet keine(n) Kreisjugendpfleger(in)

Seit November ist die Stelle frei. Sie war mehrfach ausgeschrieben, ist aber immer noch nicht neu besetzt.
Das Amt für Jugend und Familien in Karlstadt.
Foto: Markus Rill | Das Amt für Jugend und Familien in Karlstadt.

Seit mehr als einem halben Jahr steht der Landkreis Main-Spessart ohne Kreisjugendpfleger da. Bernhard Metz ist Ende Oktober in Pension gegangen – nach mehr als 30 Jahren im Amt. Obwohl sein Abschied keine Überraschung war, ist seine Nachfolge noch immer ungeklärt. Dabei will der Landkreis trotz der Pandemie im Sommer wieder Freizeiten und Aktiv-Camps anbieten. 

Dreimal schon sei die Stelle mittlerweile ausgeschrieben gewesen. Allerdings herrsche in der Sozialpädagogik "ein starker Fachkräftemangel, der die Gewinnung von geeignetem Personal erheblich erschwert", wie die Pressestelle des Landratsamts mitteilt. Der Posten eines Kreisjugendpflegers oder einer Kreisjugendpflegerin sei mittlerweile neu konzeptioniert "und mit höherwertigen Aufgaben verknüpft" worden. Details zu dieser "Umstrukturierung des gesamten Jugendamts" hat das Landratsamt nicht mitgeteilt. Allerdings gebe es "Hoffnung, die Stelle in nächster Zeit besetzen zu können".

Landkreis plant Ferienangebote und Präsenz-Veranstaltungen

Sinnvoll wäre dies sicherlich, denn zurzeit kümmert sich Tanja Hebig – auch Kreisjugendpflegerin, aber eigentlich mit Kinder- und Jugendschutz befasst – um die Freizeitangebote in den Ferien. Was bisher auf zwei Vollzeitstellen verteilt war, kann eine Person nicht alleine übernehmen – schon gar nicht während einer Pandemie. Zudem ist mit Hilde Leimeister auch Bernhard Metz' langjährige rechte Hand, die mit der Organisation vieler Angebote bestens vertraut war, zum Jahresbeginn in den Ruhestand getreten. 

Dennoch plant die Kreisjugendpflege für dieses Jahr eine Reihe von Angeboten: Zirkus-Camp in Karlstadt und Familienerholung in Rottweil in den Pfingstferien, "Vatertag mal anders" als Online-Format, Spielmobil-Ferienaktion in den Sommerferien, Ferienfreizeit an der Ostsee, vier thematische Zeltlager auf Gut Erlasee, das Dance-Camp in Arnstein sowie eine Mädels-Freizeit in den Herbstferien.

Die üblichen Reisen ins Ausland werden wegen der Pandemie vermieden, stattdessen geht's an die Ostsee. Grundsätzlich aber sollen Präsenz-Veranstaltungen mit Hygienekonzepten stattfinden. Als Auflage seien ein aktueller PCR-Test sowie (bei mehrtätigen Camps) mehrfache Schnelltests vorstellbar. Die Kreisjugendpflege arbeite "gerade auf Hochtouren, um trotz des Pandemiegeschehens Ferien- und Freizeitmaßnahmen in diesem Jahr zu ermöglichen", teilt die Pressestelle des Landratsamts mit. Ob das alles klappt, ist aber nicht sicher. "Letztendlich stellen uns das Pandemiegeschehen und die ständig schwankenden Infektionszahlen vor große Herausforderungen. Wir können erst sehr kurzfristig entscheiden, ob und wenn ja unter welche Voraussetzungen die Freizeiten umgesetzt werden können." 

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