Karlstadt

Main-Spessart: Nicht alle Covid-Opfer schafften es ins Krankenhaus

Laut Landratsamt starben 14 der 22 Menschen, die im Zusammenhang mit Corona ums Leben kamen, im Krankenhaus. Bei anderen verschlechterte sich der Zustand zu schnell.
Eine Altenpflegerin mit einem Antigen-Corona-Schnelltest. (Symbolbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa | Eine Altenpflegerin mit einem Antigen-Corona-Schnelltest. (Symbolbild)

Die Zahl der im Landkreis Main-Spessart an oder mit dem Coronavirus Verstorbenen ist in weniger als drei Wochen in die Höhe geschossen.

Auf Nachfrage erklärt die Pressestelle des Landratsamts, dass von den bislang 22 Coronaopfern (Stand Donnerstag) 14 Personen im Krankenhaus verstarben und acht zu Hause oder in Einrichtungen. Es habe auch so extreme Verläufe gegeben, dass sich der Zustand von Erkrankten so rapide verschlechtert hat, dass eine Einweisung ins Krankenhaus nicht mehr möglich war.

Von fünf Personen sei bekannt, dass sie auf Intensivstationen verstorben sind. Sie waren durchschnittlich drei bis fünf Tage auf dieser Station. Laut der Klinikumsärztin Susann Walz sterben 70 Prozent der über 80-Jährigen, die eine Beatmung benötigen. Deshalb entschieden sich Patienten oder Angehörige mitunter gegen eine Beatmung und lediglich für eine palliative Begleitung, etwa einer Linderung der Schmerzen.

Lungenentzündung und Organversagen

Bei den 22 Coronaopfern lag häufig eine Lungenentzündng durch Covid-19 vor. Meist kamen laut Landratsamt noch Organversagen oder eine bakterielle Superinfektion hinzu. Die Krankheitsdauer habe bei den Verstorbenen etwa sieben bis 14 Tage gedauert.

Sie waren im Schnitt 80 Jahre alt (Geburtsjahre 1926 bis 1963), darunter zwölf Frauen und zehn Männer. Bei allen 22  hätten Vorerkrankungen vorgelegen. Fast alle verstorbenen Personen hatten demnach Bluthochdruck, was an und für sich eine Volkskrankheit ist, die mit Medikamenten gut in den Griff zu bekommen ist. Die meisten Verstorbenen hatten aber zusätzliche Krankheiten wie fortgeschrittene Demenz, Diabetes oder Krebserkrankungen, schreibt Frauke Beck von der Pressestelle.

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