Eußenheim

Main-Spessarts Metzger: "Man kann auch gut vegetarisch leben"

Vor 50 Jahren gab es 112 Metzger im Landkreis, heute nur noch 19. Durch Corona und Tönnies-Skandal läuft das Geschäft gut. Die Branche hat jedoch ein schwerwiegendes Problem.
Katja Dallmann, Inhaberin von Elviras Bauernladen, steht hinter der Wursttheke. Ihr Mann hat das Fleisch hergestellt.
Foto: Elviras Bauernladen | Katja Dallmann, Inhaberin von Elviras Bauernladen, steht hinter der Wursttheke. Ihr Mann hat das Fleisch hergestellt.

Das Jahr 1972. Nur wenige Wochen nachdem sich Marktheidenfeld, Karlstadt, Gemünden und Lohr zu einem Landkreis zusammenschlossen, taten das auch 112 Metzger. Die Fleischer-Innung Main-Spessart war geboren. Etwa drei Metzger pro Gemeinde gab es im Schnitt. Das kann sich heute niemand mehr vorstellen. Als sich 2015 ein neuer Vorsitzender finden musste, hatte die Innung nur noch knapp 30 Mitglieder. Alle Anreize – mehr als drei Mal höhere Ehrenamtspauschale, Reise- und Übernachtungskostenerstattung – halfen nichts. Niemand wollten oder konnte den Obermeister, so heißt der Vorsitzende einer Innung, übernehmen.

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