Rothenfels

Mondholz aus dem Rothenfelser Wald

Bürgermeister Michael Gram, Matthias Fischer und Schreinermeister Fritz Schwab (von links) begutachten den Eichenstamm während Forstpraktikant Lukas Ullrich und Förster Matthias Huckle unter Beobachtung von Gerd Rockenmeier diesen vermessen.
Foto: Stadt Rothenfels | Bürgermeister Michael Gram, Matthias Fischer und Schreinermeister Fritz Schwab (von links) begutachten den Eichenstamm während Forstpraktikant Lukas Ullrich und Förster Matthias Huckle unter Beobachtung von Gerd ...

Fritz Schwab hat für seine Hafenlohrer Schreinerei Eichenstämme im benachbarten Rothenfelser Wald gekauft, eigentlich nichts besonderes. In diesem Fall jedoch schon, er hat sich die prächtigen Eichen im Rothenfelser Wald aussuchen dürfen und genau vorgegeben, wann die Stämme vom Schollbrunner Unternehmer Matthias Fischer gefällt werden müssen. 21. Dezember 2016, zwischen 11 und 12 Uhr vormittags war nach dem Mondphasenkalender der ideale Termin für den Holzeinschlag.

Das Holz soll zu diesem Zeitpunkt von besonderer Qualität und Stabilität sowie besonders resistent gegen Ungeziefer sein. Normalerweise werden die Stämme dann gleich auf die richtigen Längen gesägt. Doch auch in diesem Fall erfuhr die Eiche eine Sonderbehandlung. Sie wurde im Dezember bewusst liegengelassen. Erst in dieser Woche wurde der Stamm von der Krone getrennt und ins benachbarte Sägewerk gefahren. Die Eiche wurde leicht bergab liegend gelagert, so dass die Krone noch den letzten Saft aus dem Stamm ziehen konnte.

Dieser Holzverkauf ist auch für den Rothenfelser Bürgermeister Michael Gram etwas Besonderes; er fragte Fritz Schwab, Holzunternehmer Matthias Fischer sowie Förster Matthias Huckle nach ihren Erfahrungen mit „Mondholz“. Unternehmer Matthias Fischer erklärte, dass er schon einmal Bauholz nach den Mondkalender eingeschlagen hat. Förster Matthias Huckle hat sich auch schon mit dieser Thematik auseinandergesetzt: „Die besondere Qualität von Holz, das nach dem Mondkalender eingeschlagen wurde, ist wissenschaftlich nicht bewiesen“, erklärt er.

Fritz Schwab hat noch kein Mondholz verarbeitet, kennt aber Schreinerkollegen aus Oberbayern, die auf Mondholz schwören. Er will aus diesem besonderen Holz hochwertige Möbel herstellen. Bürgermeister Michael Gram freut sich, dass Schreiner Fritz Schwab auf Holz aus Rothenfels setzt und die komplette Wertschöpfung in der Region bleibt.

„Das Holz hat durch den kurzen Transportweg nach Hafenlohr auch eine sehr gute Öko Bilanz. Ich bin mir sicher, dass viele Kunden dieses Alleinstellungsmerkmal ,Mondholz aus der Region' zu schätzen wissen“, so Gram.

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