Wiesenfeld

Mord in Wiesenfeld: Ermittler starten Zeugenaufruf

Die Polizei gründet ein eigenes Ermittlungsteam und fragt: Wer hat hilfreiche Hinweise zum Tod von Sabine B.? Für Zeugen wurde eine Hotline geschaltet.
Vor 27 Jahren wurde eine 13-Jährige in Wiesenfeld getötet. Nun hofft die Polizei bei der Aufklärung des Mordes auf Hinweise.
Foto: Patty Varasano | Vor 27 Jahren wurde eine 13-Jährige in Wiesenfeld getötet. Nun hofft die Polizei bei der Aufklärung des Mordes auf Hinweise.

Polizei und Staatsanwalt haben zur Aufklärung des Mordes an der 13-jährigen Sabine B. in der vergangenen Woche "die Ermittlungen nochmals intensiviert". In einer gemeinsamen Presseerklärung kündigen Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen und Polizeisprecher Björn Schmitt am Donnerstagmorgen die Gründung einer eigenen  Ermittlungskommission an, die den 27 Jahre zurückliegenden Mordfall in Wiesenfeld (Lkr. Main-Spessart) endlich aufklären soll.

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Verdächtiger weiter in Haft

Sabine B. war im Dezember 1993 getötet worden. Ihre Leiche fand die Polizei zwei Tage nach ihrem Verschwinden in der Jauchegrube eines Reiterhofes am Rande der 1100-Seelen-Gemeinde. Ein damals tatverdächtiger 15-Jähriger wurde im Juli 1994 nach einem nicht öffentlich geführten Prozess vor dem Landgericht Würzburg freigesprochen.

"Aufgrund neuester Ermittlungserkenntnisse" erwirkte die Staatsanwaltschaft jetzt Durchsuchungsbeschlüsse, die in der vergangenen Woche vollzogen wurden. Ein 44-Jähriger kristallisierte sich als Tatverdächtiger heraus. Er wurde vorläufig festgenommen und befindet sich wegen dringenden Mordverdachts in Untersuchungshaft. Auch ein 55-Jähriger aus dem Bekanntenkreis der Toten steht unter Verdacht.

Hinweistelefon geschaltet

Ziel der Ermittlungskommission sei es, "die Tat vom 15. Dezember 1993 möglichst umfassend und lückenlos aufzuklären", schreiben Raufeisen und Schmitt. In diesem Zusammenhang hoffen die Ermittler nun auch auf Hinweise von Personen, die möglicherweise zur Aufklärung des Verbrechens beitragen können.

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"Jede Information, auch wenn sie noch so unwichtig erscheint, kann für die weitere Aufklärung der Tat von Bedeutung sein", betonen die Ermittler. "Wer glaubt, sachdienliche Hinweise geben zu können, sollte keine Scheu haben, sich mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen."

Hinweise werden unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 773 3744 rund um die Uhr entgegengenommen.

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