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Naturschutzprojekt: Infos zum Lesen und Hören

Landrat Thomas Schiebel (links) und Regierungspräsident Paul Beinhofer enthüllen die erste Infotafel im Landkreis Main-Spessart.
Foto: Daniela Arndt | Landrat Thomas Schiebel (links) und Regierungspräsident Paul Beinhofer enthüllen die erste Infotafel im Landkreis Main-Spessart.

Verhüllt mit einem grün-weiß-karierten Tischtuch und einem Ast mit Blättern stand die Infotafel des Projektes MainMuschelkalk am Setzberg in Karbach, bevor Landrat Thomas Schiebel und Regierungspräsident der Regierung Unterfranken Paul Beinhofer sie am Dienstag offiziell einweihten. Rund 30 Leute waren gekommen – allesamt solche, die selbst beteiligt sind. Jürgen und Ulrike Faust von der Firma Faust Landschaftsarchitekten waren federführend bei dem Projekt.

Die Bevölkerung einbeziehen

Das LIFE+ Projekt befinde sich nun in der dritten Phase, erklärte Schiebel. „Es ist jetzt an der Zeit, den Naturschutz auch der Bevölkerung näher zu bringen.“ Die Infotafeln, die im Landkreis Main-Spessart aufgestellt wurden, sollten die Akzeptanz der Bürger für den Naturschutz fördern. Auch Beinhofer hält es für wichtig, die Menschen über das Naturschutzprojekt zu informieren. „Nur was man kennt, das schätzt man auch, und nur was man schätzt, das schützt man auch“, sagte er in seiner Rede zur Enthüllung der Tafel. Außerdem bedankte sich Schiebel bei den Helfern, die für das Projekt ihren Privatgrund zur Verfügung stellten.

Viele Projekte in Unterfranken

Laut Beinhofer gibt es in Unterfranken insgesamt sechs LIFE-Projekte – so viele wie keine andere Region in Bayern. Die Projekte werden jeweils zur Hälfte von der Europäischen Union finanziert. Träger des Projekts MainMuschelkalk sind die Landkreise Main-Spessart, Bad Kissingen, Würzburg und die Stadt Würzburg. Von den insgesamt 36 Infotafeln wurden vier im Landkreis Main-Spessart aufgestellt.

Tafeln mit Online-Hörstationen

Neben dem Setzberg sind die anderen Standorte in Homburg am Kallmuth, in Retzbach am Tiertalberg und in Retzstadt am Oberen Langenberg. Elf der Infotafeln im Projektgebiet stehen an Einzelstandorten, 25 an vier Rundwegen in den Landkreisen Bad Kissingen und Würzburg. Die Tafeln sind mit QR-Codes ausgestattet. Diese kann man mit dem Smartphone scannen. So gelangt man zu einer Internetseite mit einer Hörstation, bei der man zusätzliche Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt sowie zur Geschichte der Umgebung über das Handy anhören kann.

Natura 2000

Jede der Infotafeln greift einen Buchstaben des Wortes Natura auf. So steht beispielsweise das N für Naturschätze und das A für Artenvielfalt. Anlass dafür ist, dass der Begriff Natura 2000 bekannter werden soll. Dabei handelt es sich um ein europäisches Schutzgebietsnetz, bestehend aus den Fauna-Flora-Habitat- und den Europäischen Vogelschutzgebieten. In diesen Gebieten werden die EU-Naturschutzprojekte bevorzugt durchgeführt.

Das Ziel dieser Projekte ist der Erhalt besonderer Lebensräume und der darin heimischen Tieren und Pflanzen.

In die Online-Hörstationen kann auch auf der Seite des Projekts MainMuschelkalk reingehört werden.

LIFE+ Naturprojekt MainMuschelkalk

Offizieller Name: Weinberge und Streuobst auf Muschelkalk Gesamtkosten: 2 565 200 Euro Größe: 4640 Hektar Laufzeit: 1. August 2012 bis 31. Oktober 2017 Das Projekt MainMuschelkalk dient dem Schutz sogenannter Trockenstandorte. Dazu wurden Flächen zur Entbuschung und Waldrandauflichtung erworben. Außerdem wurde eine Ziegenherde für die natürliche Entbuschung angesiedelt.

Ziele:

• Verbindung von Natur und Kultur

• Schutz des Natura-2000-Netzes

• Förderung des Gebiets als Biodiversitätszentrum dar

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