Lohr

Nicht nur gedeckte Farben im Herbst: Tag der Mode in Lohr

Blick in die menschenleere Lohrer Innenstadt: Die Einzelhändler fühlen sich als 'Bauernopfer' der Corona-Maßnahmen. 
Foto: ArchivLuisa Werthmann | Blick in die menschenleere Lohrer Innenstadt: Die Einzelhändler fühlen sich als "Bauernopfer" der Corona-Maßnahmen. 

Trendige Herbstfarben, neue Stoffe und Schnitte wird der Tag der Mode der Lohrer Werbegemeinschaft am Donnerstag, 14. Oktober, in der Innenstadt zeigen. Die Veranstaltung wird auch ein Gradmesser dafür sein, wie es einem Teil des Einzelhandels nach eineinhalb Jahren Pandemie geht.

Um 14.30 Uhr und noch einmal um 16.30 Uhr ist neueste Mode auf dem Catwalk neben dem Gasthaus Schönbrunnen bei O'Lady zu sehen. Angesagt sind nach Angaben von Silke Staab Cognac- und Beigetöne, Steppwesten, auch in längerem Format, lange Jacken und Strickmäntel. Gezeigt werden ferner Kleider in Oversize-Formaten. Bei Hosen macht man mit verwaschenen Jeans und Jeans mit modischen Applikationen nichts verkehrt. "In" sind zudem Culotte-Hosen, also sogenannte Siebenachtel-Hosen.

Weniger Kunden unterwegs

Das Einkaufsverhalten hat sich nach Staabs Beobachtung nicht viel verändert: "Wir haben viele Stammkunden. Sie kaufen etwas weniger, aber wertig." Das Vor-Corona-Niveau sei noch nicht erreicht, "es sind immer noch weniger Leute als früher unterwegs". Vor allem fehlten auch die Reisegruppen in Lohr.

Um 15 Uhr startet die Modenschau bei Müller-Mode an der Turmstraße. Nach den Worten von Jürgen Müller gibt es in diesem Herbst viele Trends: Cotto (warmes Erdenrot), Braun, Beige, Rot, gebrannte erdige Töne, verbunden mit Farbakzenten wie Rosé, Beerentönen und Skyblue (Stahlblau).

Müller wird Leichtstepper zeigen, Jerseyjacken und die angesagten Overshirts. Diese Hemdjacken können als Blazerersatz getragen werden. Bei Kindern sind zudem Kuschelkleidchen, Sweat-Kapuzenjacken, die innen kuschelig angeraut sind, und Floraldrucke gefragt. Zum Einkaufsverhalten der Kunden lässt sich laut Müller nichts Pauschales sagen: "Es gibt Kunden, die vorsichtig sind, und Kunden, die die Nähe suchen." Das Niveau von 2019 sei noch nicht erreicht, auch wenn das Geschäft wieder gut anlaufe. Ein Problem sei die Materialknappheit bei einigen Stoffproduzenten. "Wir sind dennoch gut bestückt, weil wir eine Vielfalt an Lieferanten haben", betonte Müller.

Zwei Modenschauen in der Hauptstraße

Um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr gibt es zwei Modenschauen bei Betty Friedel an der Hauptstraße. Nach den Worten von Stefanie Grimm wird viel Grobstrick zu sehen sein und der trendige Turtelkragen. Das ist ein angeschnittener Rollkragen. Angesagt seien schöne Farben zum Kombinieren wie Türkis, Orange und Pink, die einen Gegenpart zu herbstlichen gedeckten Brauntönen bildeten.

Bei den Mänteln und Jacken sind laut Grimm Stepp und Daunen immer noch aktuell, neu hinzugekommen sind lange Daunenwesten. "Sie sind bei diesem Wetter ideal, man kann sie überall drüber tragen." Zu sehen sein werden auch schöne Wollmäntel. Bei den Hosen geht nach Grimms Angaben die Richtung zu schmalen und verkürzten Hosen, zu denen man jede Form von Schuhen anziehen kann.

Zum Thema Einkaufsverhalten meinte sie: "Mittlerweile sind Frauen wieder gewillt, sich schöne neue Sachen zu kaufen." Dafür sei die aktuelle Herbstmode perfekt, "weil sie viel Neues zeigt, was die Frau noch nicht im Schrank hat". Es sei zu bemerken, "dass es wieder aufwärts geht, auch von der Stimmung her".

Einkaufsverhalten: Vor-Corona-Niveau noch nicht erreicht

Ebenfalls um 15.30 Uhr zeigt die Wäscheboutique P1 neben dem alten Rathaus laut Petra Streitenberger Unterwäsche unter anderem in den aktuellen Farben Braun mit Gold und Dunkelblau. Beim Einkaufsverhalten sei das Vor-Corona-Niveau noch nicht erreicht. Nicht nur Schuhmode ist ab 16 Uhr bei Schuh- und Sport-Schwind an der Färbergasse zu sehen. Den Abschluss macht ab 17 Uhr das Modehaus Hippeli an der Hauptstraße. Trendfarben sind nach den Worten von Lothar Grehn Mint und Pastell in Kombination mit Beige- und Braun-Naturtönen. Mit dabei seien auch Orange und Glimmer.

Die Damenmode werde sportlich-legerer, Pullis und Sweatshirts seien gefragt. Jeans würden im Herbst körpernah geschnitten getragen, Hosen allgemein in kürzerer Länge bis hin zu Culottes.

Kundinnen kommen nach Grehns Beobachtung zurzeit noch weniger oft als früher, kaufen dann aber mehr. Deutlich erkennbar sei die Freude, wieder einkaufen gehen zu können. Beim Vor-Corona-Niveau sei man aber noch nicht angelangt, "dafür war das Loch zu groß".

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