Schaippach

Ölbild im "Heilig-Blut-Häuschen" wird restauriert

Kreisheimatpfleger Bruno Schneider (links) und Bernd Rützel vor dem wiederhergestellten 'Heilig-Blut-Häuschen'.
Foto: Edith Rützel | Kreisheimatpfleger Bruno Schneider (links) und Bernd Rützel vor dem wiederhergestellten "Heilig-Blut-Häuschen".

Das "Heilig-Blut-Häuschen" steht am Wegesrand nahe der Stadt Rieneck, gehört aber noch zur Gemarkung des Gemündener Ortsteils Schaippach. Im Zuge des Straßenbaumaßnahme zur Umgehung von Rieneck musste die kleine Kapelle weichen, wie aus einer Pressemitteilung von Bernd Rützel und Bruno Schneider hervorgeht. Die Kapelle fand daraufhin etwas weiter oberhalb der neu angelegten Straße einen sicheren Standort. Bei dieser Gelegenheit wurde sie, heißt es weiter, durch das Staatliche Bauamt Würzburg von Grund auf saniert.

Was jedoch gefehlt hat, sei die Renovierung einer innen an der Rückwand angebrachten Darstellung des Wunders vom Heiligen Blut gewesen, welches den Wallfahrtsort Walldürn begründet hat. Der Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel, der in Rieneck aufwuchs, besprach sich deshalb mit dem Kreisheimatpfleger Bruno Schneider, so die Mitteilung.  Eine von Schneider in Auftrag gegebene erste Schätzung ergab, dass die Renovierung des Ölbildes etwa 5 000 Euro kostet.

Rützel, der in Kontakt mit dem Bauamt steht und die einzelnen Phasen der Baumaßnahme begleitet hat, konnte durch mehrere Gespräche mit dem Amt jetzt eine Übernahme der Kosten für das Bild erreichen, so die Mitteilung. "Für mich ist das ein schöner Beweis dafür, dass Ämter und Behörden trotz der oft eng umrissenen technischen Vorgaben den Blick auf die wichtigen kulturellen und historischen Wurzeln unserer Heimat nicht vergessen", so Rützel.

Das Ölbild 'Heilig-Blut-Wunder' wird restauriert.
Foto: Bruno Schneider | Das Ölbild "Heilig-Blut-Wunder" wird restauriert.

Die Geschichte es Heilig-Blut-Häuschens

Das "Heilig-Blut-Häuschen" war nicht nur Ziel von Prozessionen, sondern lud auch zum Verweilen am Wegesrand ein. Im vorderen mittleren Sandsteinquader befand sich ein Opferstock, dessen erste Spendenabrechnung aus dem Jahr 1750 stammt. Zusammen mit dem Erlös aus den Opferkästen am "Wendelinushäuschen" und am Kreuz im Kreuzgrund wurde mit dem Geld der Bau der Schaippacher Kirche finanziert. Das Vermögen der "Heilig-Blut-Kasse" betrug schließlich 41 Gulden und 22 Kreuzer. Das ursprünglich zur Sicherung angebrachte Eisengitter fehlt schon seit den 1960er Jahren. Wenn Besucher dennoch Geld durch den Einwurfschlitz warfen, holten es sich angeblich gerne Rienecker Buben und kauften sich ein Eis dafür.
Quelle: Kreisheimatpfleger Bruno Schneider
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