Homburg

Runder philosophischer Tisch mit Bettina Schmitz

Vor toller Kulisse im Homburger Schlosspark wurde mit Autorin und Philosophin Bettina Schmitz (rechts) philosophiert.
Foto: Dorothee May | Vor toller Kulisse im Homburger Schlosspark wurde mit Autorin und Philosophin Bettina Schmitz (rechts) philosophiert.

Zu einem sogenannten literarisch-philosophischen "Round-Table" trafen sich am Mittwochabend Teilnehmer der traditionellen Sommerakademie und weitere Interessierte. Die Würzburger Schriftstellerin und Philosophin Bettina Schmitz freute sich, bereits zum achten Mal in auf der Homburg zu Gast zu sein.

Veranstalterin Elvira Lantenhammer begrüßte die Gäste im kleinen Park neben dem Schloss am Steeäisel-Brunnen, wo man sich in trauter Runde bei herrlicher Abendsonne zusammensetzte, um zu philosophieren und sich im Freien den Impulsen von Schmitz hinzugeben. Das Thema des diesjährigen Malkurses der Sommerakademie lautet "Bella Nature" und will den Blick auf die Natur richten. Zum einen nach außen, aber auch nach innen. "Denn wir selbst sind die Natur", wie Lantenhammer in ihrer Begrüßung feststellte.

Bausteine zusammensetzen

Die philosophische Runde drehte sich dann auch um den "Wind in mir". Mit vielen Zitaten aus den unterschiedlichsten Epochen brachte Bettina Schmitz zum Ausdruck, dass die Menschen Stück um Stück die Bausteine zusammensetzen. Dies nenne man dann Leben. Mit dem Element Wind oder auch Luft könne man viele Dinge assoziieren. Ist es frischer Wind? Oder eher die ersehnte Kühle? Ist der Wind Träger von Samen oder eher unheilbringender Sturm? Wind sei aber auch Stille und Geist, wie Schmitz anhand von Zitaten verdeutlicht. Aber der Mensch bedarf auch allen anderen Elementen wie Feuer, Erde und Wasser.

Zum Singen inspiriert

Sogar zum Singen ließen sich die Teilnehmer gerne inspirieren. So wurden die einzelnen Elemente im Gesang gerufen und die Kraft der Erde in allen geweckt. Die Hierarchie von Körper und Geist sollte völlig zurückgewiesen werden, vielmehr seien sie sich ebenbürtig. Das Natursein sei uns gerade in den letzten Monate bewusst geworden. Es zeige auch viele Wege auf, mit denen wir verbunden sind. Und eben auch, was wir vermisst haben. Wir sollten alle wieder lernen, die Natur, die wir sind, zu schätzen. Wir seien die Natur, hieß es in der philosophischen Runde.

Im Anschluss an die philosophischen Denkweisen von Bettina Schmitz konnten alle Teilnehmer selbst philosophieren und weitergehende Fragen sowie Anregungen zu dem Gehörten stellen. Es wurde auch rege davon Gebrauch gemacht. Über die Stellung der Frau in Kunst und Literatur bis hin zum heutigen Tag wurde an dem lauen Sommerabend ebenso diskutiert wie über christliche Wertvorstellungen.

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