Urspringen

Schotter, Rasengittersteine oder Asphalt?

Der Gemeinderat Urspringen machte sich bei einer Ortsbegehung auch ein Bild vom Weg am 'Breitle', der von der Jagdgenossenschaft saniert wurde.
Foto: Sabine Eckert | Der Gemeinderat Urspringen machte sich bei einer Ortsbegehung auch ein Bild vom Weg am "Breitle", der von der Jagdgenossenschaft saniert wurde.

Auf Wunsch des Gemeinderates Urspringen fand vor der öffentlichen Sitzung ein Ortstermin an der Kreuzung Garten- und Castellstraße statt, wo derzeit Kanal- und Straßensanierungsarbeiten durchgeführt werden. Uli Schebler vom Büro brs erklärte aus straßenbautechnischer Sicht, warum die neue Straße nicht bis zur Grenze asphaltiert wird. Somit würde keine einheitliche Fahrbahnbreite in der Gartenstraße entstehen, erklärte Schebler, und sie wirke somit unregelmäßig. Im Straßenbau arbeite man mit geschottertem Bankett.

Bürgermeister Volker Hemrich könnte sich vorstellen, stattdessen Rasengittersteine zu verlegen, wenn vom Rat kein geschottertes Bankett gewünscht sei. Am Ende der Begehung kam der Gemeinderat überein, dass Schebler der Gemeinde jeweils ein Angebot für den Bankett-Ausbau mit Schotter, Rasengittersteinen und Asphalt ausarbeitet. In der nächsten Sitzung werde dann die weitere Vorgehensweise besprochen.

Das Gremium machte sich auch ein Bild von der Kanalsanierung in der Castellstraße. Hier habe sich während der Arbeiten eine neue Situation ergeben, erklärte das Ortsoberhaupt. Zum Zeitpunkt der Planung und der anschließenden Ausschreibung für das Bauvorhaben sei nicht klar gewesen, wie sich die Straßenoberfläche darstellt.

Nicht mehr viel intakte Straßenoberfläche

Da von der restlichen Straßenoberfläche nicht mehr viel an „intakter“ Oberfläche von Asphalt, Entwässerungsrinne und Bordsteinen insbesondere auf der Gehwegseite vorhanden ist, soll nun das weitere Vorgehen besprochen werden. Sinnvoll wäre es, einen Straßenbau auf der gesamten Fläche herzustellen. Diese würden sich laut Kostenaufstellung der Firma Zöller Bau für eine Länge von 135 Meter auf circa 29 400 Euro belaufen. Damit zeigte sich der Gemeinderat einverstanden.

Der Weg am „Breitle“, Verlängerung Mehlenweg ab Stadelhofener Straße bis zur Duttenbrunner Straße, wurde von der Jagdgenossenschaft im Herbst für 16 000 Euro ausgebaut. Diese stellte einen Antrag an die Gemeinde auf Kostenbeteiligung, der damals abgelehnt wurde. Bemängelt wurde, dass der Weg mit falschem Material ausgebaut und somit schlecht für Radfahrer und Fußgänger zu nutzen sei. Außerdem habe zuvor keine Absprache mit der Gemeinde stattgefunden.

Die Jagdgenossenschaft hat nun den Weg nachgebessert und dafür auch die Kosten übernommen. Der Gemeinderat zeigte sich mit dem jetzigen Zustand beim Ortstermin zufrieden. Außerdem signalisierte das Gremium, dass man die Jagdgenossenschaft grundsätzlich unterstützen wolle. Deshalb hat der Bürgermeister für die weitere Verbesserung ein Angebot über 3500 Euro für Schottermaterial für Einplanierung und Verdichtung einholt. Damit zeigte sich der Rat einverstanden.

Lückenschluss vom Mehlenweg zum „Budenloch“

Im nächsten Amtsblatt soll nun auf diesen Rundweg hingewiesen werden, der den Lückenschluss vom Mehlenweg bis zum „Budenloch“ bildet. Bürgermeister Hemrich merkte an, dass die Jagdgenossenschaft erneut einen Antrag auf Kostenbeteiligung an die Gemeinde stellen wird.

Zu den Beratungen zum Bebauungsplanverfahren „Muttertal III“ waren Markus Schlichting von baurconsult und Florian Hörning von der Verwaltungsgemeinschaft eingeladen. Im „Muttertal III“ soll ein allgemeines Wohngebiet entstehen, für das der Gemeinderat in der Sitzung eine grobe Festsetzung erarbeitete. Schlichting stellte dazu zwei Entwurfsvarianten vor. Die Gemeinde möchte anbieten, sowohl Einfamilienhäuser als auch Mehrfamilienhäuser zu bauen.  Außerdem wurden neben den Dachformen und der Bauweise auch Regelungen zur Einfriedung diskutiert. Nachdem Schlichting die Vorschläge aufgenommen hat, wird der Gemeinde als nächstes ein überarbeiteter Entwurf vom Planungsbüro vorgelegt.

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