Marktheidenfeld

Spendung des Firmsakraments in Marktheidenfeld

Pfarrer Hermann Becker reicht  Abt Michael Reepen OSB die Schale mit den Chrisamöl. Der Abt legt dem Firmling bei der Firmung die Hände auf und zeichnet mit dem Chrisam ein Kreuz auf dessen Stirn und spricht die Formel: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."
Foto: Erhard Wiesmann | Pfarrer Hermann Becker reicht Abt Michael Reepen OSB die Schale mit den Chrisamöl. Der Abt legt dem Firmling bei der Firmung die Hände auf und zeichnet mit dem Chrisam ein Kreuz auf dessen Stirn und spricht die ...

"Gleich werdet ihr so etwas wie eine Tätowierung erhalten“. Nach diesen Worten war das Grinsen vieler Jugendlicher groß. Einige Eltern waren leicht verwundert über die Aussage, die Abt Michael Reepen OSB während der Predigt über das Firmsakrament in der St. Josefs Kirche Marktheidenfeld traf. Ein Tattoo? Ja! Weil ein Sakrament ein unsichtbares Zeichen der Liebe und des Zuspruchs Gottes zu uns Menschen ist. Dieser Zuspruch, ähnlich wie bei der Tätowierung, gehe unter die Haut und kann nie mehr rückgängig gemacht werden. Das Sakrament der Geistsendung - wie die Firmung auch stellenweise genannt wird - möchte die Fähigkeiten, die in einem jeden Menschen „schlummern“, aus der Reserve hervorlocken. Damit die häufig ungeahnten Fähigkeiten hervortreten können, bedarf es Menschen, die den Jugendlichen sagen, was sie gut können und worin sie noch Entfaltungsmöglichkeiten sehen. Dazu forderte der Abt in erster Linie die anwesenden Eltern und Paten auf, welche eingeladen waren, dies gleich in die Tat umzusetzen. Das Zutrauen ist das entscheidende Kriterium, damit sich die Gaben in einem Menschen entfalten können. Dieses Zutrauen will Gott den Menschen im Sakrament der Firmung zusprechen – so der Abt in seiner Ausführung.

In zwei Gottesdiensten haben 77 Jugendliche aus den Pfarreiengemeinschaften Erlenbach-Triefenstein, Haselthal-Himmelreich, Marktheidenfeld und Urspringen die Firmung erhalten, nachdem sie sich teilweise ein dreiviertel Jahr auf diesen Tag vorbereitet hatten. Corona war auch bei der Vorbereitung Thema, was dazu führte, dass diese nicht ganz nach Vorstellung verlief. Dennoch oder gerade deshalb waren die Jugendlichen bereit, ein bewusstes Ja zu ihrem Glauben und ihrem Christsein zu sprechen. Ein Ja, das Konsequenzen für das eigene Leben haben soll. Denn „die Firmung sagt Nein zu allem Schlechten, weil ich Christus und der Liebe Christi nachfolgen will“. Die Firmgottesdienste wurden jeweils musikalisch von der Band "La Speranza" aus Marktheidenfeld und der Band "Auszeit" aus Tiefenthal mitgestaltet.

Von: Erhard Wiesmann für die Pfarrgemeinde

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