Lohr

Spessart-Mainland: Der Tourismus boomt

Der Spessart liegt bei Touristen voll im Trend. Bis September zählte man schon 1,7 Millionen Übernachtungen. Ein neuer Besucherrekord ist zum Greifen nahe.
Im Spessart boomt der Tourismus       -  Der Spessart ist bei Touristen vor allem als Wanderziel bekannt. Der touristische Zusammenschluss Spessart-Mainland zog nun Bilanz: Bis September zählte man bereits 1,7 Millionen Übernachtungen. Das Bild zeigt einen Wanderparkplatz im Bereich der Sieben Wege im Hochspessart.
Foto: Johannes Ungemach | Der Spessart ist bei Touristen vor allem als Wanderziel bekannt. Der touristische Zusammenschluss Spessart-Mainland zog nun Bilanz: Bis September zählte man bereits 1,7 Millionen Übernachtungen.

Der Spessart liegt im Trend. Viele Touristen lieben das Mittelgebirge, fahren gerne dorthin in den Urlaub. Vorsitzender Jens Marco Scherf belegte das bei der Mitgliederversammlung des Gebietsausschusses Spessart-Mainland in Lohr mit Zahlen. Und er stellte einen neuen Rekord in Aussicht.

2,2 Millionen Übernachtungen zählten die Touristiker 2015 in ihrem Bereich. Der umfasst den geografischen Spessart von Steinau und Schlüchtern im Norden bis Miltenberg im Süden sowie Gemünden im Osten bis Aschaffenburg im Westen.

Dieses Jahr von Januar bis September zählte man schon 1,7 Millionen Übernachtungen. Wobei nur Herbergsbetriebe mit mindestens zehn Betten erfasst werden. In kleineren Unterkünften rechnet Scherf mit zusätzlich 450.000 Übernachtungen.

630.000 Gästeankünfte nannte der Vorsitzende allein für dieses Jahr bis September. Wenn Oktober bis Dezember ausgewertet sind, rechnet Scherf mit mehr als 800.000 Ankünften. Soviel waren es vergangnes Jahr. Insgesamt seien von Januar bis September bei leicht rückläufigen Übernachtungen (minus 0,9 Prozent) die Ankünfte um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt gestiegen.

Besonders stark waren die Monate Juli und September mit jeweils rund 90.000 Ankünften.

„Es besteht begründete Hoffnung, dass die Rekordergebnisse der letzten beiden Jahre zumindest bei den Ankünften nochmals übertroffen werden können“, sagte Scherf.

30000 Broschüren verschickt

Das große Interesse am Spessart-Mainland spiegelt sich auch in der Arbeit der Geschäftsstelle in Großwallstadt (Landkreis Miltenberg) wider. Dort gingen in den ersten zehn Monaten des Jahres knapp 7000 Anfragen ein, die per Post bearbeitet wurden. 30.000 Broschüren wurden verschickt. Hinzu kamen etwa 1000 telefonische und gemailte Anfragen zur persönlichen Beratung.

Der Gebietsausschuss richtete die kulinarischen Wild- und Weinwochen aus, begleitet von Werbe- und einer Social-Media-Kampagne. 32 Restaurants nahmen teil. Die Geschäftsstelle gab einen Tourenbegleiter zu den beiden Qualitätswegen „Wanderbares Deutschland“ heraus. Er stellt zwei „Leuchtturm“-Wanderwege des Spessart vor – inklusive Routenbeschreibungen, Höhenprofilen, Karten sowie Kontaktadressen. Zum Spessart-Mainland erschien jeweils ein Bericht in den Zeitschriften Gehwol und Fussvital. Auflage: zusammen zwei Millionen.

Auf mehreren Kanälen aktiv

Auch in Sachen Social Media ist die Geschäftsstelle nicht hinterm Berg hängengeblieben: Sie postete dieses Jahr bisher 120 Facebook-Einträge – mit Bildern, Veranstaltungshinweisen und Neuigkeiten. Auch ein Instagram-Auftritt und ein Internet-Blog zum Urlaub im Spessart-Mainland starteten die Mitarbeiter.

„Ganz besonders erfolgreich“ nannte Jens Marco Scherf das neue Radmagazin „Alles am Fluss“ mit Routen entlang der Wasserwege im Verbreitungsgebiet. Das „Flaggschiff hier“: der Main-Radweg. In nur vier Monaten seien 7000 Exemplare von Gästen und Touristinfo-Büros angefordert beziehungsweise verteilt worden. Im Magazin werden unter anderem zehn Touren mit Höhenprofil und Sehenswürdigkeiten sowie Mountainbike-Gebiete vorgestellt.

Neue Struktur des Verbandes

Auch die Möglichkeiten seines Dachverbandes TV Franken nutzte der Gebietsausschuss. Spessart-Mainland wurde auf zehn großen bundesweiten Tourismus- und Themenmessen, in Themenzeitungen, Anzeigenkampagnen und den Franken-Touren vorgestellt. Schließlich zertifizierte die Geschäftsstelle als Lizenznehmer des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Wanderverbandes im Sinne der Qualitätssicherung 15 Ferienwohnungen und sieben wanderfreundliche Gastgeber.

Der Gebietsausschuss soll künftig als Tourismusverband in Form eines eingetragenen Vereins auftreten. Von dieser rechtlich eigenständigen Einheit versprechen sich die Macher mehr Effektivität. Rechtsanwalt Mario Steinberg entwarf dafür eine neue Satzung. Sie soll mehr Gerechtigkeit bei den Beiträgen bringen.

Denn während die sich für die teilnehmenden Gemeinden stetig erhöhten, blieben sie für die beteiligten Landkreise Miltenberg, Main-Spessart, Main-Kinzig, Aschaffenburg und die kreisfreie Stadt Aschaffenburg seit 1990 im Wesentlichen gleich. Nun erhöhen sich die Beiträge für die Genannten um rund 20 Prozent; der Landkreis Main-Spessart zahlt ab 1. Januar 29.500 Euro jährlich.

Kein Wechsel im Vorstand

Schließlich schenkten die Anwesenden der Führung des alten Ausschusses auch im neuen Verein das Vertrauen: Vorsitzender bleibt Jens Marco Scherf, Stellvertreter Aschaffenburgs Landrat Ulrich Reuter. Als Schriftführerin fungiert Valentine Lehrmann; Kassenprüfer bleiben Lohrs Bürgermeister Mario Paul und Rüdiger Stenger, Bürgermeister von Heimbuchenthal.

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