Frammersbach

Startschuss für Kindergarten in Tansania

Alexander Rüppel (links) und Sven Rüppel (rechts) übergeben ihre Spende an Werner Friedel für die Kinderhilfe Tansania.
Foto: Selina Amend/WM Küchen und Ideen | Alexander Rüppel (links) und Sven Rüppel (rechts) übergeben ihre Spende an Werner Friedel für die Kinderhilfe Tansania.

3300 Euro hat die Firma WM Küchen und Ideen mit Sitz in Frammersbach und Filialen unter anderem in Marktheidenfeld und Aschaffenburg der Kinderhilfe Tansania gespendet. Deren Mitgründer und Leiter Werner Friedel teilt mit, dass das Geld für den Bau eines Kindergartens verwendet wird. Die Arbeit der Kinderhilfe laufe trotz der Pandemie weiter.

Der Kindergarten soll laut Werner Friedel in Soni im Nordwesten Tansanias gebaut werden. Die Kosten seien mit 10 000 Euro veranschlagt. Die Geschäftsführer Alexander und Sven Rüppel freuen sich, dass ihre Spende ein Drittel der Summe darstellt und somit der Startschuss für das Projekt ist.

"Wir wollen das Glück, das unser Unternehmen bisher mit der Corona-Pandemie hatte, mit anderen teilen", schreibt Sven Rüppel in einer E-Mail an diese Redaktion. "Vielen auf der Welt geht es auch ohne die Pandemie viel, viel schlechter als uns hier. Deshalb haben wir uns entschieden, der Kinderhilfe Tansania 3300 Euro zu spenden." Er kritisiert, dass bis jetzt kaum Impfstoff in Afrika angekommen sei. "Es muss doch jedem klar sein: Eine gerechtere und friedlichere Welt schaffen wir nur gemeinsam."

Werner Friedel teilt auf Nachfrage dieser Redaktion mit, dass alle Projekte der Kinderhilfe durch Verantwortliche vor Ort weitergeführt werden. Das sind zwölf Kindergärten mit ihren 900 Kindern, 42 Erziehern und Helfern, die Hugo-Mill-Berufsschule in Uomboni, die Gesundheitsversorgung von 12000 Menschen in Uomboni (unter anderem Fertigstellung des Labors), das Waisenhaus in Mgolole (Personalkosten von Erziehern) und das Montessori Training Center in Mtwara (Erzieherausbildung). Außerdem unterstützt die Kinderhilfe Tansania 46 Mädchen und Jungen, damit sie eine weiterführenden Schule besuchen können, und Menschen in Not durch Kleinkredite. Dafür stehen der Kinderhilfe 130 000 Euro zur Verfügung, die aus regelmäßigen und einzelnen Spenden zusammenkommen.

Zurzeit gebe es in Tansania viele Sterbefälle infolge von Corona-Infektionen, informiert Werner Friedel. Dennoch leugne die Regierung die Pandemie weiter. Die evangelische und katholische Kirche rufe die Bevölkerung auf, Masken zu tragen. "Das führt zu Spannungen in der Gesellschaft", sagt Friedel. Die Menschen würden durch die Pandemie hart getroffen. Die meisten seien Tagelöhner. Durch Corona brächen viele Arbeitsmöglichkeiten weg. Staatliche Hilfen gebe es nicht.

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