Frammersbach

Sylvia Reinhart würde das Braustübl sofort wieder aufmachen

Die Brauerei-Seniorchefin Sylvia Reinhart will gleich nach der Freigabe im Bräustübl und auf dem Brauereihof wieder loslegen.
Foto: Günter Weislogel | Die Brauerei-Seniorchefin Sylvia Reinhart will gleich nach der Freigabe im Bräustübl und auf dem Brauereihof wieder loslegen.

"Es ist schon deprimierend", berichtet Sylvia Reinhart aus Frammersbach. Die sonst meist optimistische Seniorchefin, die zusammen mit ihrem Sohn Jens die Waldschlossbrauerei am Ortsausgang in Richtung Hessen führt, stellt nach einer Woche neuerlichen Lockdowns fest: "Es ist alles ruhig". Zu ruhig. Ihr Eindruck: Es sehe so aus, als wären die Leute irritiert, kämen mit dem neuerlichen Stillstand nicht zurecht. Denn alle Aktivitäten sind eingestellt, die alten Ängste und Sorgen wieder da. "Wir wissen nicht, wie wir den Winter zurechtkommen sollen. Wir wissen nicht, ob die zugesagte Hilfe kommt", zweifelt die noch überaus aktive Seniorin.

Der große Hof der kleinen Brauerei ist leer, das Braustübl seit 3. November geschlossen. Acht Vollzeit- und fünf Aushilfskräfte sind ohne Beschäftigung. Sonst hat die Frammersbacher Braustätte im November ihren Bockbieranstich gefeiert. Das Weihnachtsfeuer im Dezember galt als Highlight. "Alles abgesagt", muss die Frau feststellen, die im Sommer 2020 noch so eifrig Bier zapfte. Das Geschäft auf dem Brauereihof lief damals gut. Bei einer Bestuhlung mit weiten Abständen hatten sich die Gäste offenbar sicher und wohl gefühlt. Nun aber geht erneut nichts mehr. Die vom Lockdown ein zweites Mal voll getroffenen Wirtsleute ordern kein Fassbier mehr. Nur das Flaschenbier läuft noch, aber "sehr ruhig", umschreibt die Brauereichefin das schleppende Geschäft. Jetzt geht es für die Branche erst einmal darum, über den November zu kommen. Dabei hat die Waldschlossbrauerei einiges investiert, ein Zelt und Wärmestrahler für den Brauereihof gekauft und einen elektrischen Lüfter fürs Lokal. "Und dann musste alles zugemacht werden", klagt Sylvia Reinhart. Sie ist skeptisch, ob im Dezember wieder geöffnet werden darf.

"Wir können nur hoffen aufs Frühjahr, dass es besser wird", sagt die Betreiberin des Braustübls und versichert: "Wir würden sofort aufmachen." Im Zelt könnte sie locker 30 Leute unterbringen und auch auf den Hof würden die Waldschlossleute "Möbel stellen" für Gäste, die selbst in der kalten Jahreszeit an der frischen Luft einkehren möchten - damit nicht Hopfen und Malz verloren ist.

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