Karlstadt

Theresienheim ist Sprach-Kita

Die Kita Theresienheim wurde mit einer Urkunde als Sprach-Kita ausgezeichnet.
Foto: Petra Simon | Die Kita Theresienheim wurde mit einer Urkunde als Sprach-Kita ausgezeichnet.

Das Lernen einer Sprache braucht ein solides Fundament. Diese sprachliche Entwicklung bei Kindergartenkindern bestmöglich zu fördern, hat sich das Programm des Bundesfamilienministeriums mit dem Titel „Sprach-Kita: Weil Sprache der Schlüssel der Welt ist“ zur Aufgabe gemacht.

Die Kita Theresienheim in Karlstadt nimmt bereits seit fünf Jahren an diesem Programm teil und hat hierfür aus den Händen von Petra de Marche vom Sprachkitaverbund der AWO ihre Urkunde auf dem extra hierfür mit rotem Teppich eingerichteten „Walk of Sprach-Kita“ verliehen bekommen.

Sprach-Kita werden kann nur, wer einem Verbund angehört. Diesen Verbund, inzwischen sogar bereits zwei, hat der AWO Bezirksverband Unterfranken gegründet und Petra de Marche ist Fachberaterin der Sprach-Kitas der AWO Unterfranken. Sie berät die Teams, hält Fachschulungen ab und unterstützt die Projektumsetzung. Für die Stadt Karlstadt ist derzeit Robin Kern Ansprechpartner der Kita.

Zusätzlich – und nicht im Betreuungsschlüssel für das Kindergartenpersonal enthalten – kann das Theresienheim auf Yvonne Philipp, eine Fachkraft für das Projekt Sprach-Kita, zugreifen. Sie steht mit 19,5 Stunden im täglichen Alltag als speziell ausgebildete Fachkraft zur Verfügung. Mit ihr im Team erhöht sich die Qualität deutlich.

Jede Sprache, die die Kinder sprechen, wird betreut, denn alle Sprachen sind wichtig. Anders als früher geht man heute davon aus, dass jedes Kind in seiner Sprache zu Hause einen soliden Spracherwerb durchlaufen soll, im Kindergarten kann dann die deutsche Sprache mit der Sprach-Kita Pädagogik erlernt werden. So werden beispielsweise auch zweisprachige Bilderbücher gemeinsam angeschaut.

Auch das gemeinsame gesunde Frühstück, an dem sich alle Familien in der Vorbereitung beteiligen, ist eine willkommene Gelegenheit für Kinder und Fachkräfte, zusammen am Tisch die Sprache zu pflegen. Die Leiterin der Kita Theresienheim, Cindy Göbel, ist sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen einig, dass die Unterhaltungen deutlich mehr und vielfältiger geworden sind.

Das Projekt selbst ist nicht statisch, sondern entwickelt sich stets weiter. Waren es erst drei Säulen, auf denen das Bundesprogramm fußt, wie Alltagsintegrierte sprachliche Bildung, Inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien, so ist 2021 ganz aktuell die vierte Säule „Digitale Medien“ hinzugekommen. Hier greift das Programm unter anderem digitale Medien bei der sprachlichen Bildung auf.

Die Begeisterung über das Programm ist im Gespräch mit allen Beteiligten deutlich spürbar und Bürgermeister Michael Hombach freut sich zu sehen, dass das Projekt lebt. „Sprache gemeinsam mit Kindern ist eine Aufgabe, die nie abgeschlossen ist und sich stets weiterentwickelt“. So hofft auch er mit allen Beteiligten, dass das Programm über das geplante Ende in circa zwei Jahren hinaus, Verlängerung findet, „denn eine Investition in die Kinder fällt immer auf fruchtbaren Boden“.

Von: Uli Heck, Geschäftsführender Beamter der Stadt Karlstadt

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