Wombach

Vereinsheim Wombach: Bis Oktober 2021 reicht das Geld noch, um die Fixkosten zu zahlen

Zum Ehrenvorsitzenden wurde nach über 20 Jahren Vorsitzender Willi Ullrich (links) von seinem Nachfolger Klaus Roth (rechts) und Stellvertreter Egbert Roth ernannt.
Foto: Gabi Nätscher | Zum Ehrenvorsitzenden wurde nach über 20 Jahren Vorsitzender Willi Ullrich (links) von seinem Nachfolger Klaus Roth (rechts) und Stellvertreter Egbert Roth ernannt.

Zu einer etwas verspäteten, dafür aber mit vielen neuen Ideen gespickten Jahresversammlung haben sich am Sonntagabend 26 Vereinsvertreter im Wombacher Vereinsheim getroffen. Vereinsheim-Vorstand Willi Ullrich begrüßte die Vertreter der sechs Wombacher Vereine, die Vereinsheim Wombach ausmachen: DJK, RV-Viktoria, Musikverein, KCW, Gesangverein und Freiwillige Feuerwehr. "Es läuft viel hier heroben, alle organisieren alles bestens", lobte Ullrich die Übungsleiter und Verantwortlichen. Corona bestimme zwar alles, aber es laufe jetzt wieder gut mit Abstand, sagte er bezüglich des wieder angelaufenen Spielbetriebs. Größere Veranstaltungen könnten allerdings in der nächsten Zeit trotz Hygienekonzepte nicht stattfinden.

Keine Beatabende möglich

Kassier Manfred Schneider hatte gute Nachrichten: Durch die sparsame und gute Bewirtschaftung in den vergangenen Jahren mit viel Eigenleistungen sei ein Polster entstanden, aus dem die Fixkosten bis zum Oktober 2021 bezahlt werden könnten. "Dann sind auch wir pleite", sagte Schneider in einem persönlichen Gespräch.

"Ich kann nur sagen, was jetzt der Stand ist: es bleibt noch komplett geschlossen", ergänzte Organisator Michael Ullrich zur Frage nach künftigen Veranstaltungen. "Wir machen derzeit keine Verträge. Beatabende mit rund 700 Besuchern werden wohl so schnell nicht mehr möglich sein", betonte er. So viele Besucher seien laut ihm allerdings nötig, damit sich ein Beatabend wirtschaftlich rechne. Er kündigte an, der Verein werde über Kabarett- oder Konzert-Abende nachdenken und sich was Neues einfallen lassen müssen.

Klaus Roth übernimmt Vorsitz

Der Vorsitzende Willi Ullrich stellte sich nach über 20 Jahren bei den Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung. Nach einem Losentscheid unter den sechs Vereinen stellte sich Klaus Roth (RV Viktoria) statt des zuerst gezogenen Egbert Roth (KCW) als neuer Vorsitzender zur Verfügung. Dieser blieb gemeinsam mit Steffen Grübel einer der Stellvertreter. Von Schriftführer Gerd Ullrich (Musikverein), seit 1996 im Amt, übernahm Manfred Siegler den Posten. Auch der Beisitzer für Termine und Veranstaltungen (Michael Ullrich) wurde ersetzt: Niklas Strahl ist der neue Mann. Die beiden weiteren Beisitzer blieben Florian Rack und Andreas Ullrich. Kassier Manfred Schneider ist seit 1973 im Amt und wünscht sich einen jüngeren Nachfolger, den er langsam einlernen kann. Kassenprüfer blieben Jochen Gebauer und Norbert Endres. Willi Ullrich wurde in der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Alle Beteiligten wurden einstimmig per Handzeichen gewählt.

Klaus Roth stellte gleich ein ausgefeiltes neues Konzept mit vielen Ideen und Änderungen vor. Dies beinhaltete zum Beispiel ein neues, modernes Schließsystem, bei dem sich die Türen mit einem Chip öffnen lassen. Auf dem Chip können bei Bedarf Zeiten, Benutzernamen und vieles mehr gespeichert werden.

Laut Roth müssten die alten Glasbausteine erneuert und die elektrischen Leitungen, Feuerschutztüren, Rettungswege überprüft werden. "Der Vorstand haftet auch privat dafür, wenn etwas passiert", gab Roth als Grund an. Ausführlich berichtete der neue Vorstand noch über die Idee einer Fotovoltaikanlage, mit der außer dem eigenen Strom noch weiterer zum Einspeisen ins Netz produziert werden könne.

Verfahrene Parkplatzsituation

Sehr lange diskutiert wurde auch die Parkplatzsituation: Beim Bau des großen Parkplatzes unterhalb des Vereinsheims sei vor vielen Jahren nur eine Zufahrt von der Lebenshilfe in der Bachstraße aus genehmigt worden. Im Laufe der Jahre habe sich aber die Zufahrt von der Wolfswiese und die Abfahrt über die Bachstraße etabliert und bewährt. Da aber auf dem Parkplatz regelmäßig extreme "Fahrübungen" mit großer Staubentwicklung stattfänden, hätten sich die Anwohner wieder an die alte Genehmigung erinnert.

Im Entgegenkommen habe der Verein jetzt den Parkplatz von beiden Seiten sperren lassen. "Es bringt aber nichts, weil die Absperrungen dauernd beschädigt werden. In der Zukunft müssen wir noch mal mit den Anwohnern über eine Lösung sprechen, denn irgendwann werden wir den Parkplatz schon wieder brauchen", sagte Roth.

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