Lohr

Verkehr: Grüne kritisieren Ratsbeschluss

Die Lohrer Grünen haben in einer virtuellen Versammlung am Donnerstag den kürzlich erfolgten Stadtratsbeschluss zum Verkehrsentwicklungskonzept scharf kritisiert. Das geht aus einer Pressemitteilung des Ortsverbands der Partei hervor. Der Beschluss bedeute faktisch den Abbruch des Prozesses, heißt es darin.

"Nach dem Motto ‚Die Autos rollen doch‘ hat Lohr ohne Not wichtige Zukunftschancen vertan", lautete das enttäuschte Fazit von Andreas Paff. Peter Wiegand bezeichnete es als unangebracht gegenüber den Arbeitskreisen, dass man deren Vorschläge zu Alternativen bei der Verkehrsführung nicht untersuche.

Unverständnis wurde in der Grünen-Versammlung laut der Mitteilung unter anderem auch zur Haltung der Werbegemeinschaft geäußert. Mathilde Lembach fragte sich, ob tatsächlich alle Mitglieder der Werbegemeinschaft Eingriffe in die momentane Verkehrsführung ablehnten, wenn doch ein erklärtes Ziel die Erreichbarkeit von Geschäften und Parkplätzen sei.

Insgesamt hätten sich die Grünen eine konstruktive und dem Prozess gegenüber offene Haltung dieser wichtigen Akteure gewünscht, heißt es in der Mitteilung. Die Simulation verschiedener Varianten der Verkehrsströme gerade im inneren Tangentenring hätte nach Ansicht der Grünen wertvolle Impulse für eine lebendige Innenstadt mit viel Aufenthaltsqualität für Kunden und Besucher geben können. Statt einer offenen und unvoreingenommenen Diskussion würden alte Ängste geschürt, dass die Altstadt ihre Attraktivität verlöre und die Händler in ihrer Existenz gefährdet würden, betonen die Grünen.

"Machtdemonstration"

"Leider haben sich die konservativen, wenig zukunftsorientierten Kräfte durchgesetzt", kommentierte Grünen-Ortsvorsitzende Bärbel Imhof. "Hier schien es nicht mehr um die Sache zu gehen, sondern um eine Machtdemonstration im Stadtrat." Grünen-Fraktionsvorsitzende Ulrike Röder drückte die Enttäuschung der Grünen über das Verhalten von Dirk Rieb aus: "Wir hätten bei so einem wichtigen Thema auf eine vermittelnde Rolle des Zweiten Bürgermeisters gehofft."

Wer glaube, mit ein paar Geschwindigkeitsbegrenzungen und dem Aufstellen einiger Schilder den zunehmenden Lkw- und Pkw-Verkehr steuern zu können, der wolle die Realität nicht zur Kenntnis nehmen, sagte Clemens Kracht. Um eine verkehrliche Katastrophe in Lohr zu verhindern, "müssen wir uns mit ganzer Kraft gegen die B26n wehren", meinen die Grünen.

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