Karlstadt

Vikar geht ins Kloster: Auch Pfarrer Mayer kennt diese Versuchung

Wie die Pfarrei den Weggang von Simon Schrott verkraftet und was Simon Mayer über das Klosterleben denkt.
Pfarrer Simon Mayer (Archivbild).
Foto: Markus Rill | Pfarrer Simon Mayer (Archivbild).

Sein erster Gedanke, als ihm Simon Schrott von seinen Plänen, die Pfarrei St. Georg zu verlassen und ins Kloster zu gehen, erzählte? "Och nee", sagt Simon Mayer mit einem Lachen. "Wir werden ihn hier vermissen. Er hat sehr gut reingepasst und sich gut eingebracht." Doch mittlerweile weiß der Karlstadter Pfarrer, dass ihm zum 15. März ein neuer Pfarrvikar zugeteilt wird.  

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Grundsätzlich versteht er Schrotts Wunsch, fortan als Mönch in Münsterschwarzach zu leben. "Auch ich kenne die monastische Versuchung", sagt Mayer verschmitzt. Das Leben im Kloster habe für einen Glaubensmann eine Anziehungskraft. "Ich habe enge Kontakte zu den Zisterzienser-Nonnen in der Abtei Waldsassen", so Mayer. Er habe selbst mit dem Gedanken gespielt, ins Kloster zu gehen.

Aber die Benediktiner in Münsterschwarzach beten täglich um 5 Uhr morgens. "Das ist zu früh für mich." Andere Orden, deren Rituale ihm eher behagen, seien zu weit entfernt. "Ich bin gerne Franke", sagt Mayer, der aus Lohr stammt. Und er sei gerne Pfarrer.

Bei den Gesprächen mit Simon Schrott habe er die Rolle des "advocatus diaboli" (deutsch: "Anwalt des Teufels") eingenommen und seinen Mitarbeiter darauf hingewiesen, was er alles aufgeben wird. Er sei dabei zu der Erkenntnis gelangt, dass Schrott sich seine Sache gut überlegt habe. "Für diesen besonderen Weg wünsche ich ihm alles Gute und Gottes Segen."

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