PARTENSTEIN

Vor 175 Jahren Kirchengrundstein gelegt

Jubiläum: Der Grundstein für die katholische St. -Johannes-der-Täufer-Kirche in Partenstein wurde heute vor 175 Jahren mit einer würdigen Feier gelegt.
Foto: T. Breitenbach | Jubiläum: Der Grundstein für die katholische St. -Johannes-der-Täufer-Kirche in Partenstein wurde heute vor 175 Jahren mit einer würdigen Feier gelegt.

(tsb) Die katholische St.-Johannes-der-Täufer-Kirche feiert heuer ihr 175-jähriges Bestehen. Der Grundstein für das neue Gotteshaus am Oberen Weg wurde am 24. Mai 1836 mit einer Feier gelegt. Die Bauarbeiten verliefen zügig und am 6. Dezember des gleichen Jahres wurde die Kirche feierlich von Pfarrer Gschwender aus Frammersbach eingeweiht. Dies war jedoch nicht das erste Gotteshaus der Spessartgemeinde.

Bereits 1395 wurde ein „Ulrich von Langda“ als Pfarrer von Partenstein genannt. In einer Aufstellung des Kapitels Taubergau von 1344 wird auch die Pfarrei Partenstein erwähnt. Als ältestes „Gotteshaus“ in Partenstein wird die Kapelle in der 1233 erstmals erwähnten Burg Bardenstein genannt. Allerdings hatte die Kapelle Abmessungen kleiner als ein heutiges Wohnzimmer. Als Vergleich könnte die noch erhaltene Kapelle in der Burg Rieneck dienen.

Ab 1603 führte Mainz in dem zum Erzstift Mainz gehörigen Teil Partensteins die Gegenreformation durch, wobei eine katholische Minderheit entstand. Diese bekam 1697 eine Kapelle vermutlich in der Nähe der heutigen Kirche. Eine Kirche wurde 1706 erbaut. Der Pfarrer von Frammersbach wurde vom Mainzer Erzbischof Lothar Franz von Schönborn, verpflichtet, im Sommer alle 14 Tage und im Winter alle vier Wochen, sowie an den hohen Feiertagen Gottesdienst zu halten. 1831 wurde die evangelische Kirche in Partenstein eingeweiht. Das rief bei den Katholiken verständlicherweise das Verlangen nach auch einer neuen Kirche hervor. Bereits 1833 war ein Bauplan vorhanden und am 12. Juni.1835 wurde der Kirchenbau mit einer Regierungsentschließung genehmigt.

Die bayerische Regierung sorgte dafür, dass die katholische Kirche im gleichen finanziellen Rahmen gebaut werden sollte, obwohl nach dem Verständnis der evangelischen Partensteiner das Verhältnis der Gläubigen, nämlich 3:1, als Maßstab der Kosten dienen sollte. Der Protest der Partensteiner Gemeinde wurde abgelehnt und die Kirche vermutlich vom gleichen „Architekten“ geplant wie die evangelische Kirche, dem Würzburger Kreisingenieur Mattlener.

Nach der Endabrechnung stellte sich heraus, dass die katholische Kirche mit 10 376 Gulden sogar um 1189 Gulden teuerer war als die evangelische Kirche.

Die Bauausführung lag in den Händen der beiden Maurermeister Johann Schönmann (Pflochsbach) und Strasser (Mühlbach), die schon beim Bau der evangelischen Kirche in Partenstein die entsprechenden Arbeiten ausführten.

Das Äußere der Kirche wurde bewusst der evangelischen Kirche angepasst. Der Turm ist wie bei der evangelischen Kirche in die Fassade einbezogen. Doch ist der Turm an der Ostseite und enthält den Altar, während bei der evangelischen Kirche der Turm den Haupteingang erhält.

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