Himmelstadt

Himmelstadt: Warum erschoss der Wilderer zwei Rehe?

Der Jagdpächter ist ratlos: Das Fleisch ließ der Wilderer liegen. Die Köpfe waren als Trophäen uninteressant, da Geißen kein Gehörn tragen.
Ein Reh steht auf einer Wiese bei Hamburg. (Symbolbild)
Foto: Daniel Reinhardt/dpa | Ein Reh steht auf einer Wiese bei Hamburg. (Symbolbild)

Nach wie vor sucht die Polizei Zeugen zu den beiden Fällen von Jagdwilderei bei Himmelstadt. Wie berichtet, wurden jeweils am Dienstag, 20. April, und am Donnerstag, 22. April, im Bereich der Weinberge bei Himmelstadt und in der Nähe des Modellflugplatzes erlegte Geißen aufgefunden.

Auf Nachfrage berichtet der Jagdpächter, er habe zunächst vermutet, dass die Taten mit einem Kleinkalibergewehr verübt worden seien. Er fand aber keinen Ausschuss des Projektils. So kam er zu dem Schluss, dass die Tiere mit Pfeil und Bogen oder einer Armbrust erlegt wurden. Womit genau, das lässt sich nicht feststellen, da die Pfeile nicht zu finden waren.

Kitz im Mutterleib gestorben

Völlig unverständlich ist das Motiv des Täters. "Im ersten Moment dachte ich, der Täter sei auf die Trophäen aus gewesen", sagt der Jäger. Denn er hatte jeweils das Haupt abgeschnitten, wie der Kopf in Jägersprache heißt. Erst dann habe er gesehen, dass es sich um Geißen handelte, die kein Gehörn tragen, als Trophäe also uninteressant sind. Da der Wilderer die Körper liegenließ, kam es ihm auch nicht aufs Fleisch an.   

Eine der Geißen war trächtig. Somit sei das Kitz in ihrem Leib jämmerlich gestorben, sagt der Jäger. Bei der anderen sei die Lunge getroffen worden. Sie müsse nach dem Schuss noch ein Stück gelaufen sein. Ärgerlich sei obendrein, dass erst in dieser Woche und vor 14 Tagen Rehe aus dem Revier des Pächters überfahren wurden.

Zeugen, denen etwas aufgefallen ist, das mit der Wilderei in Zusammenhang stehen könnte, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Karlstadt unter Tel.: (09353) 97410 zu melden.

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