Karlstadt

Wenn bei schlechtem Wetter die Schule ausfällt

„Im letzten Jahr blieben wir zwar von witterungsbedingten Schulausfällen verschont“, erklärt Doris Grimm, Leiterin des Staatlichen Schulamtes im Landkreis Main-Spessart in Karlstadt. „Doch auch wenn die Straßenmeistereien bei uns gut gerüstet sind, können außerordentliche Wetterereignisse dazu führen, dass der Schulbusverkehr in der winterlichen Jahreszeit in Einzelfällen eingestellt werden muss.“  Sie führt die „Lokale Koordinierungsgruppe Schulausfall“ im Landkreis und nimmt die bevorstehenden kalten Tage zum Anlass, in einer Pressemitteilung auf die Informationsmöglichkeiten der Eltern und Schüler bei einem witterungsbedingten Unterrichtsausfall hin zu weisen.

Informationen über Unterrichtsausfall über die Medien: „Die Straßenmeisterei, die Busunternehmen und auch die Schulleitungen beobachten soweit als möglich die Lage vor Ort und nehmen sofort Kontakt zu uns auf, wenn der Weg zur Schule aus ihrer Sicht wegen der schlechten Witterung zu gefährlich ist“, so Grimm weiter. Das Staatliche Schulamt trifft dann die endgültige Entscheidung. Sobald feststeht, dass der Unterricht ausfällt, geht die Meldung an die Rundfunksender (Radio Gong und Charivari, Bayerischer Rundfunk und Antenne Bayern) und die regionalen Printmedien (Main-Post und Lohrer- bzw. Main-Echo für deren Internetseiten) und wird auch auf der Homepage des Landkreises Main-Spessart und über Twitter und Instagram veröffentlicht.  

Es ist laut Grimm zu empfehlen, bei Witterungskonstellationen, die besonders gefährliche winterliche Straßenverhältnisse befürchten lassen, in jedem Fall Informationen auf diesen Kanälen zu verfolgen, im Radio werden sie ab etwa 6 Uhr kommuniziert. Eltern, Schulleiter, Lehrkräfte und Schüler werden so schnellstmöglich informiert, beziehungsweise können sich so informieren.

Lehrer müssen trotzdem kommen

Wichtig für alle Schulen: Kinder, die trotz der Meldung in die Schule kommen, dürfen bei Unterrichtsausfall nicht einfach nach Hause geschickt werden, die Lehrkräfte müssen nach Möglichkeit in die Schule kommen. „Denn es ist zumindest ein Notfalldienst einzurichten, der trotz der Witterung und des gemeldeten Schulausfalls ankommende Kinder beaufsichtigt“, erklärt Grimm. Da glücklicherweise auch bei extremen Wetterlagen in vielen Fällen nur ein Teil der Schüler die Schule nicht erreichen kann, findet grundsätzlich Unterricht statt, wenn auch nur in eingeschränkter Form.   

Erfahrungsgemäß kommt es bei entsprechenden Wetterbedingungen oftmals zu Busverspätungen. Um hier Unsicherheiten zu vermeiden, ist vereinbart, dass die Schülerinnen und Schüler nach einer Wartezeit von 20 Minuten nach Hause gehen dürfen. Hier sollten Eltern entsprechende Vorsorge treffen, informiert die Schulamtsleiterin. Darüber hinaus muss die Schule möglichst umgehend davon unterrichtet werden.

Erfahrungsgemäß kommt es bei entsprechenden Wetterbedingungen oftmals zu Busverspätungen. Um hier Unsicherheiten zu vermeiden, ist vereinbart, dass die Schülerinnen und Schüler nach einer Wartezeit von 20 Minuten nach Hause gehen dürfen. Hier sollten Eltern entsprechende Vorsorge treffen, informiert Doris Grimm. Darüber hinaus muss die Schule möglichst umgehend davon unterrichtet werden.

Letzte Verantwortung liegt bei den Eltern

–Die Leiterin des Staatlichen Schulamtes im Landkreis Main-Spessart weist abschließend darauf hin, dass die letzte Verantwortung die Eltern selbst tragen. „Sie müssen entscheiden, ob ihr Kind aus ihrer Sicht entsprechend der Witterungslage vor Ort zur Schule gehen kann oder nicht. Oft sind die Witterungsverhältnisse in den Spessarttälern – zum Beispiel Wiesthal, Frammersbach und andere –ganz anders als im Maintal.“ Deshalb: „Prinzipiell gilt der Grundsatz, dass das Wohl und die Sicherheit des Kindes im Vordergrund stehen.“

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