Lohr

Zertifikatsübergabe Sonderqualifikation Forensik

Auf dem Erinnerungsfoto anlässlich der 'Sonderqualifikation Forensik'sind zu sehen (von links): B. Ruß, J. Frank, D. Werthmann, E. Schäfer, A.-L. Lang, J. Bohlender, D. Gentler, A. Rausch, Prof. Dr. D. Bönsch, N. Hagemann, A. Renner, V. Braunschweiger-Ullrich, M. Schaffarczik. Es fehlen: E. Gunia und J. Johnson.
Foto: Lisa Hörnig | Auf dem Erinnerungsfoto anlässlich der "Sonderqualifikation Forensik"sind zu sehen (von links): B. Ruß, J. Frank, D. Werthmann, E. Schäfer, A.-L. Lang, J. Bohlender, D. Gentler, A. Rausch, Prof. Dr. D. Bönsch, N.

Alles ist anders: normalerweise nimmt an der Zertifikationsübergabe der „Sonderqualifikation Forensik“ im Bezirkskrankenhaus in Lohr Bezirkstagspräsident Dotzel teil und die Übergabe findet in einem feierlichen Rahmen statt. Dieses Jahr wurden die Zertifikate in einem sehr kleinen Rahmen von der Krankenhausleitung des Bezirkskrankenhauses überreicht. „Wir finden es sehr schade, dass wir in diesem Jahr das Engagement und die in die Weiterbildung investierte Zeit nicht stärker würdigen können“, so Marianne Schaffarczik, Pflegedirektorin des Bezirkskrankenhauses.

Dennoch erhielten am 28. April die zehn Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildung ihre Zertifikate und reihen sich zu den 67 Kolleginnen und Kollegen ein, die in den vergangenen Jahren ebenfalls die Weiterbildung durchlaufen haben.

„Diese Sonderqualifizierung ist ein wichtiger Baustein in der beruflichen Entwicklung in der Forensik. Sie ermöglicht es Ihnen, neue Perspektiven für Ihre Arbeit zu bekommen“, so Marianne Schaffarczik. Die Sonderqualifikation Forensik wird von der Pflegedirektion des BKHs konzipiert und organisiert. Sie erstreckt sich über vier Wochen Theorie, eine Woche Praxis und eine zu verfassende Facharbeit sowie Präsentation. Im theoretischen Teil lagen die Schwerpunkte der Weiterbildung zum Beispiel im Training sozialer Kompetenzen, der Beziehungspflege im Alltag, der Sprachkultur, der Rückfallprävention und vielen weiteren Inhalten. „Neben den in der Weiterbildung behandelten Schwerpunkten gilt es immer zu betrachten, dass die Sicherungsaufgaben in der Forensik ebenfalls ein elementarer Baustein sind. Diese zusätzlichen Sicherungsaufgaben in der forensischpsychiatrischen Pflege verleiten manchmal bei Unkenntnis dazu, das Pflegepersonal in der Forensik zu sehr als bewachende Personen zu sehen. Das Ziel unserer pflegerischen Leistungen in seiner Gesamtheit lautet aber ´Sicherheit vor allem durch eine gute Fachkenntnis und intensive Beziehungsarbeit zu erreichen´.“

Häufig verbringen die Pflegekräfte die meiste Zeit mit den Patientinnen und Patienten und gerade durch die am BKH praktizierte Bezugspflege haben die Pflegekräfte eine enge Bindung zu ihren Patientinnen und Patienten. Sie wissen, wo deren Ressourcen liegen oder welche Herausforderungen zu bewältigen sind, was in die individuelle Pflegeplanung mit einfließt. Durch die manchmal anspruchsvolle und auch schwierige Arbeit in der Forensik hat die Professionalität in der forensischen Pflege eine hohe Bedeutung. In der richtigen Situation sind die richtigen Entscheidungen zu treffen und hierbei kann die Qualifikation der Schlüssel zum Erfolg sein.

Die Kurssprecherin, Frau Renner, bedankte sich im Namen aller Absolventinnen und Absolventen bei der Krankenhausleitung für das Angebot der Weiterbildung sowie bei der stellvertretenden Pflegedirektorin, Frau Hagemann, und dem Fachbereichsleiter, Herrn Schäfer, für die Organisation und Durchführung des Kurses. "Wir haben einen erweiterten und neuen Einblick in die Forensik erhalten, was mit einer Erweiterung unseres Wissens einhergeht. Die neuen Erkenntnisse konnten bereits in der Praxis umgesetzt und angewandt werden. Besonders der Besuch in der Justizvollzugsanstalt in Aschaffenburg ist uns allen in Erinnerung geblieben, da es ein sehr interessanter und intensiver Tag für uns war“, so die Kurssprecherin.

Von: Lisa Hörnig für das BKH Lohr

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