Arnstein

Zukunftswald im Härtetest

In den Wäldern herrscht gegenwärtig Hochbetrieb, um mit den Frühjahrskulturen Kahlflächen nach Borkenkäferbefall wieder in Bestockung zu bringen und trockenheitsbedingte Kulturausfälle wieder zu ersetzen. So pflanzten auch Mitglieder des Rotary Clubs Karlstadt-Arnstein in den Stadtwäldern von Karlstadt und Arnstein zahlreiche junge Bäumchen in zwei Zukunftswäldern, heißt es in einer Pressemitteilung des Rotary Clubs Karlstadt-Arnstein.

Im Frühjahr 2018 startete der Rotary Club Karlstadt-Arnstein zum ersten Mal ein regionales Projekt im Umweltbereich. Startschuss für die Pflanzaktion des Rotary Clubs war der Aufruf des damaligen Weltpräsidenten von Rotary International Ian Riseley an alle 35 000 Rotaryclubs weltweit mit gemeinsamen Baumpflanzaktionen ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen.

Insgesamt 1200 Bäumchen gepflanzt

So pflanzten im April 2018 die Clubmitglieder in den Stadtwäldern von Karlstadt und Arnstein einen Wald aus Blauglockenbaum, Tulpenbaum, Baumhasel, Libanonzeder, Lindenblättriger Birke, Hemlocktanne und Eibe. In Absprache mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Karlstadt und den örtlich zuständigen Revierleitern wurden von den Clubmitgliedern in den beiden Stadtwäldern insgesamt 1200 Bäumchen gepflanzt.

Bei der Begründung der beiden Zukunftswälder konnte niemand ahnen, dass die Sommer 2018 bis 2020 als die heißesten und trockensten in die Annalen eingehen würden. In insgesamt drei Gießaktionen wurde versucht, die Ausfälle infolge Trockenheit möglichst gering zu halten. Außerdem wurde jährlich in zwei bis drei Arbeitseinsätzen der Rotarier die Begleitflora, die die jungen Bäumchen zu überwachsen und ersticken drohte, zurückgenommen. Trotzdem mussten auch in diesem Jahr wieder 140 Bäumchen, die der Trockenheit, aber auch Mäusen zum Opfer gefallen waren, erneuert werden.

Zahlreiche Erkenntnisse konnten bereits gewonnen werden

Der Rotary Club Karlstadt-Arnstein hat mit dem „Zukunftswald“-Projekt quasi ein Forschungsprojekt im Umweltbereich gestartet. Adolf Herr, der als ehemaliger Förster die rotarischen Zukunftswälder plante und zusammen mit den rotarischen Freunden umsetzte und nun pflegt, konnte bereits zahlreiche Erkenntnisse gewinnen, die bisher in keinem Buch zu finden sind. Diese können vielleicht einmal wertvoll für die Aufzucht zukünftiger Wälder in der Region Main-Spessart werden.

Die Trockenheit forderte ihren Tribut: 140 Bäumchen mußten Mitglieder des Rotary Clubs Karlstadt-Arnstein in diesem Jahr in ihren Zukunftswäldern nachpflanzen. Im  Bild (von links) Jürgen Meinhardt, Thomas Sauer, Club-Präsident Georg Riedmann, Förster a.D. Adolf Herr und Rudolf May.
Foto: Marie Meinhardt | Die Trockenheit forderte ihren Tribut: 140 Bäumchen mußten Mitglieder des Rotary Clubs Karlstadt-Arnstein in diesem Jahr in ihren Zukunftswäldern nachpflanzen.
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