Weikersheim

Biotopflächen nun in der Verantwortung von Weikersheim

Die Flur ist neu geordnet und der Pflegeplan für die neu entstandenen Anlagen übergeben: Bürgermeister Klaus Kornberger aus Weikersheim (Mitte, links) bekam den Plan von Landespfleger Jonas Treml.
Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis | Die Flur ist neu geordnet und der Pflegeplan für die neu entstandenen Anlagen übergeben: Bürgermeister Klaus Kornberger aus Weikersheim (Mitte, links) bekam den Plan von Landespfleger Jonas Treml.

Eine kurze Regenpause ermöglichte im Flurneuordnungsverfahren Weikersheim-Laudenbach / Haagen eine trockene Übergabe der landschaftspflegerischen Maßnahmen an die Stadt Weikersheim um Bürgermeister Klaus Kornberger. Das Vermessungs- und Flurneuordnungsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis betreut das Verfahren und ist auch für die fachliche Entwicklung sämtlicher ökologischer Maßnahmen verantwortlich, wie das Landratsamt mitteilt.

Werner Rüger, Leiter des Vermessungs- und Flurneuordnungsamts, hob die hoch gesteckten Ziele des Naturschutzes hervor, die nur gemeinsam mit der Teilnehmergemeinschaft, dem Naturschutz und den beteiligten Behörden so hochwertig umgesetzt werden konnten. Bürgermeister Klaus Kornberger sicherte eine dauerhafte und fachgemäße Pflege der Flächen zu. Landespfleger Jonas Treml überreichte Kornberger dazu einen Pflegeplan.

Die weitere Entwicklung der Flächen wird auch durch eine regelmäßige Überprüfung der Flächen sichergestellt. August Denninger, Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, sprach auch das Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Maßnahmen der Flurneuordnung an. Alle Beteiligten waren sich jedoch einig, dass durch die Kompromissbereitschaft und den regelmäßigen Austausch aller beteiligten Akteure ein sehr gutes Ergebnis erreicht worden sei. 

Eingriffe in Natur und Landschaft waren unvermeidbar

Für den Feldwegeneubau und weitere Verbesserungen der landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen seien im Rahmen der Flurneuordnung Eingriffe in Natur und Landschaft unvermeidbar gewesen. Sie wurden durch entsprechende Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen. Diese Ausgleichsmaßnahmen wurden genutzt, um eine große Anzahl bestehender Biotope aufzuwerten, neue Biotope zu entwickeln und somit auch dem Anspruch der ökologischen Aufwertung eines Flurneuordnungsgebiets gerecht zu werden, wie es im Presseschreiben weiter heißt.

Um der vielfältigen Landschaft und den unterschiedlichen Ansprüchen der zahlreich vorkommenden Tier- und Pflanzenarten Rechnung zu tragen, wurden möglichst heterogene Biotope entwickelt. Außer der Pflanzung von mehr als 150 Obstbäumen an Weg- und Straßenrändern wurden auch mehr als 210 Ar Wiesenflächen neu entwickelt. Diese bleiben der landwirtschaftlichen Nutzung erhalten, werden extensiv gepflegt und bieten damit einen wesentlichen Mehrwert gegenüber einjährigen Blühmischungen.

Feldhecken sind genauso wie Feuchtlebensräume entstanden

Ein weiteres wichtiges Strukturmerkmal in der freien Landschaft stellen Elemente wie Feldhecken, Gebüsche und Feldgehölze sowie deren Übergangsbereiche dar. Um insbesondere die Hochflächen in den intensiv landwirtschaftlich genutzten Bereichen aufzuwerten, wurden mehr als 160 Ar dieser Biotope entwickelt. Diese dienen nun Säugtieren und Insekten, aber auch gefährdeten Vogelarten, wie dem Neuntöter und dem Rebhuhn, als Lebensraum.

Um auch Feuchtlebensräume ausreichend zu berücksichtigen, wurden in unterschiedlichen Bereichen Tümpel hergestellt sowie ein bereits hochwertiger Bereich entlang des Froschbachs in Laudenbach aufgewertet. Für Zug- und Rastvögel wurden auf den Hochflächen des Verfahrensgebiets Wiesenflächen vernässt sowie Flachwassermulden gegraben. Diese stellen insbesondere im Frühjahr und Herbst wichtige Lebensräume dar und bieten auch ganzjährig eine deutliche Aufwertung.

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