Grünsfeld

Bürgermeister Markert: "Zusammen können wir viel bewegen"

Als dienstältester Gemeinderat  verpflichtete Lothar Derr (links) den alten und neuen Bürgermeister der Stadt Grünsfeld Joachim Markert für die kommenden acht Jahre.
Foto: Matthias Ernst | Als dienstältester Gemeinderat  verpflichtete Lothar Derr (links) den alten und neuen Bürgermeister der Stadt Grünsfeld Joachim Markert für die kommenden acht Jahre.

"Eine große Aufgabe wartet auf Herrn Markert", sagte Lothar Derr als dienstältester Gemeinderat bei der Verpflichtung des wiedergewählten Bürgermeisters Joachim Markert. Derr oblag es, die Verpflichtungsformel vorzugeben und damit die Amtszeit des alten und neuen Bürgermeisters zu starten.

Dabei beließ es Derr nicht nur bei der Verlesung der Formel, sondern nahm seine "würdevolle Aufgabe" zum Anlass, dem erneut gewählten Bürgermeister ins Gewissen zu reden. Markert komme mit seiner ruhigen und ausgleichenden Art bei der Bevölkerung sehr gut an, lobte Derr den Bürgermeister. "Der Bürgermeister ist sehr beliebt". Auch die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat sei hervorragend. "Hier sage ich Ihnen die volle Unterstützung in den kommenden acht Jahren zu".

Derr wünschte sich aber, dass sich der Bürgermeister in seiner zweiten Amtszeit  etwas mehr auf die Hinterbeine stellt. Während vieles in der Stadt und den Ortsteilen schon gut laufe und das Miteinander funktioniert, müsse man in der nahen Zukunft wieder den Schwerpunkt auf die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen legen. Grünsfeld gehe es zwar nicht schlecht im Vergleich mit anderen Kommunen, aber damit dies so bleibt, müssen rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, nannte er einen Punkt.

Bürgermeister blickte zurück

Joachim Markert war am 14. März mit 89,14 Prozent im Amt bestätigt worden. "Über den eindrucksvollen Vertrauensbeweis, der mir mit Ihrer Stimme geschenkt wurde, freue ich mich sehr", sagte Markert in seiner Antrittsrede. "Das deutliche Votum ist für mich Auftrag und Verpflichtung zugleich. Ich werde mich weiterhin engagiert für das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger mit ganzer Kraft einsetzen", fuhr er fort.

Dann nannte er in einem kleinen Rückblick die Erfolge der letzten Jahre. Dazu zählte für ihn unter anderem der Kindercampus, die Einführung des Bürgerbusses, den Aufbau eines Familienzentrums, die Sicherung der medizinischen Versorgung und der Ausbau von Straßen und Wegen im gesamten Stadt- und Ortsgebiet.

Trotz dieser hohen Investitionen sei es dennoch gelungen in den letzten Jahren die Verschuldung der Stadt auf das historische Tief von 198 Euro je Einwohner zu verringern. "Das gemeinsam Geschaffene und Erreichte stellt eine sehr solide Grundlage für die kommenden acht Jahre dar, nahm er den Ball von Lothar Derr auf.

Projekte für die kommenden Jahre

Dann ging sein Blick in die Zukunft. "Zusammen wollen wir eine familienfreundliche Gesellschaft, die bestehende gute Infrastruktur verbessern und die Lebensqualität unserer Stadt verwirklichen". Für die nächsten vier Jahre sieht Bürgermeister Markert folgende Themenschwerpunkte: die Einspeisung von weichem Trinkwasser in das Versorgungsnetz, die Sanierung der Bahnsteige in Grünsfeld und Zimmern, die Breitbanderschließung mit Glasfaser bis ins Haus, die Ausweisung weiterer Bauplätze und Baugebiete in der Stadt und den Ortsteilen, die Sanierung der Grünbachstraße, des Bergweges und der Klinge, die städtebauliche Entwicklung am Areal "Möbel Seubert", die Erweiterung des "Industriepark ob der Tauber" um 26 Hektar, den Ausbau des Jugendhauses in Grünsfeld, den Ausbau des Mobilfunknetzes in der Stadt und den Ortsteilen, den Bau einer Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke durch Grünsfeld und den Ausbau der Kreisstraße von Zimmern nach Messelhausen.

"Weitere Ideen und Konzepte möchte ich mit dem Gemeinderat und den Ortsvorstehern sowie mit den Bürgerinnen und Bürger im Rahmen verschiedener Bürgerbeteiligungsmodelle entwickeln". "Gemeinsam können wir viel erreichen", forderte er die Bevölkerung zur Mithilfe auf.

Keine Feier

Markert bedauerte, dass wegen der Corona-Pandemie keine sonst übliche Feier stattfinden konnte und auch die Grußworte von Landrat, befreundeten Bürgermeisterkollegen und Vertretern der örtlichen Vereine fehlten. Dafür saß seine gesamte Familie im Zuhörerraum und machte dem Familienoberhaupt Mut für die kommende Amtszeit. Hauptamtsleiter Jürgen Umminger überreichte ihm die Ernennungsurkunde, die vom Landrat unterschrieben wurde und die zweite Amtszeit ab dem 2. Mai 2021 beginnen lässt.

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