Tauberbischofsheim

„Dazwischen schauen“: Ausstellung mit Gerry Schmidt

Die Arbeiten von Gerry Schmidt sind noch bis 11. Oktober zu sehen.
Foto: Carola Mast | Die Arbeiten von Gerry Schmidt sind noch bis 11. Oktober zu sehen.

Mit einer sehr reizvollen und anregenden Auswahl seiner Arbeiten präsentiert sich der Würzburger Maler und Grafiker Gerry Schmidt zur Zeit im Engelsaal des Kunstvereins. Das beherrschende Motiv der meist klein- bis mittelformatigen Bilder ist die Natur, genauer: in Gestalt der Motive "Baum" oder auch "Wald", die dabei unter verschiedenen Blickwinkeln und Sichtweisen – mal gegenständlich, mal impressionistisch oder nahezu abstrakt, mal mit dem Medium der Bleistiftzeichnung, mal der Malerei in Mischtechnik – aufgefasst und darstellerisch variiert werden.

Gerry Schmidt wurde laut einer Pressemitteilung 1952 in Rottenbauer bei Würzburg geboren und studierte ab 1976 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit 1986 ist der als freischaffender Künstler tätig, seit 2000 auch als Dozent in Nürnberg, wo er bis 2017 die Studienwerkstatt für Lithografie und Siebdruck leitete.

Gerry Schmidts Naturdarstellungen sind stark architektonisch geprägt, wie Armin Stremlau, der den Künstler seit der gemeinsamen Zeit auf dem Würzburger Röntgen-Gymnasium kennt, hervorhob. In dem daran anschließenden Gespräch der beiden wurden die Motive, Hintergründe und die unterschiedlichen Herangehensweisen in Schmidts Arbeiten deutlich.

Sein bevorzugtes Medium ist die Bleistiftzeichnung, manchmal auf vorbehandelten Papiergründen, mit der oft erstaunliche, unerwartete Resultate erzielt. Naturformen, etwa das Geäst eines Baumes, werden vereinfacht und manchmal fast in reine grafische Strukturen aufgelöst, so dass die Grenze von der Gegenständlichkeit zur Abstraktion aber auch die Grenze zwischen Zeichnung und Malerei fließend wird. Die räumliche Staffelung der Bildausschnitte spielt eine große Rolle. Dogmatische Verengung der Sehweisen ist Gerry Schmidt fremd, er sucht und findet immer neue Ansätze zur Erfassung der äußeren Wirklichkeit, deren verborgene bzw. leicht zu übersehende Dimensionen ("Dazwischen sehen" - der Titel der Ausstellung ist auch Programm) er mit unkonventionellen Mitteln, sparsamer, das Wesentliche betonender Ästhetik und vergleichsweise geringem technischen Aufwand herausarbeitet. Als Ergänzung dazu sind noch einige ebenfalls aufs Wesentliche reduzierte, grün monochrome Bilder in Mischtechnik zu sehen, von denen eine idyllisch-meditative Stimmung ausgeht.

Die Ausstellung mit Arbeiten von Gerry Schmidt dauert zu den üblichen Öffnungszeiten (samstags von 10.30 bis 12.30 Uhr, sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung) noch bis einschließlich 11.Oktober.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Tauber und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Tauberbischofsheim
Grafiker
Kunstvereine
Malerinnen und Maler
Wald und Waldgebiete
Zeichnungen
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!