Tauberbischofsheim

Digital-Konferenz der Wirtschaftsförderung Main-Tauber-Kreis

Junge Auszubildende und Studenten im Main-Tauber-Kreis: Die Wirtschaftsförderung berichtete über ihre Arbeitsschwerpunkte in einer virtuellen Konferenz.
Foto: Frank Mittnacht, Landratsamt Main-Tauber-Kreis | Junge Auszubildende und Studenten im Main-Tauber-Kreis: Die Wirtschaftsförderung berichtete über ihre Arbeitsschwerpunkte in einer virtuellen Konferenz.

Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises setzt weiterhin auf die Themen "Karriere daheim", "Zukunft Main-Tauber" und "Verbesserung der Rahmenbedingungen und der Wirtschaftsstruktur". Deshalb fand eine virtuelle Sitzung mit den Vertretern der Städte und Gemeinden und wirtschaftsnahen Institutionen statt, so eine Pressemitteilung des Landratsamts Main-Tauber-Kreis.  Dabei ging es um die Einrichtung von digitalen Informationswegen und um die Bewerbung des Wirtschaftsstandortes Main-Tauber-Kreis. Auch die Weiterentwicklung von Förderprogrammen und der Ausbau der Breitbandinfrastruktur stand auf der Tagesordnung, heißt es weiter.

Zu Beginn der Sitzung, bei der zahlreiche Bürgermeister, Vertreter der Wirtschaft, der Institutionen und der Bankenwelt teilnahmen, stand der Bericht über die 1. Digitale Ausbildungsmesse im Main-Tauber-Kreis auf der Tagesordnung. Geschäftsführer Jochen Eichelmann von den Fränkischen Nachrichten berichtete über den Erfolg dieser Pilotveranstaltung, so die Mitteilung. Insgesamt hatten rund 50 Firmen und mehr als 530 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit zum digitalen Austausch genutzt. Es kam zu rund 1150 Gesprächen zwischen Bewerbern und Ausbildungsbetrieben. Die hybride Veranstaltung werde im Oktober nächsten Jahres fortgesetzt. Mitte nächsten Jahres ist zudem eine digitale Jobmesse geplant.

Breiten Raum nahmen auch die Vorträge zu den Themenbereichen "Kommunenfunk" und "Digitales Dorf" ein. Dennis Schmalacker vom Unternehmen Kommunenfunk berichtete über die Vorgehensweise, so die Mitteilung. Über den Kommunenfunk soll der digitale Austausch zwischen Rathaus und Bürgern vorangebracht werden. Ähnlich sei auch das Projekt "Digitales Dorf", welches vom Fraunhofer Institut gegenwärtig in Rheinland-Pfalz umgesetzt wird. Dieses Projekt sei auch auf Kommunen und Landkreise in Baden-Württemberg übertragbar. Annika Meier informierte, dass durch das Fraunhofer Institut Möglichkeiten für das digitale Leben in den Kommunen erforscht werden, so die Mitteilung.

Digitales Dorf als Austauschplattform

Dabei gehe es um das digitale Dorf, einen Marktplatz zum digitalen Austausch. Dieser Marktplatz soll die Schwerpunkte Nahversorgung, kommunale Verwaltung und die Kommunikation der Bürger  untereinander und mit dem Rathaus oder auch den Unternehmen vereinfachen. Für den Austausch gebe es unterschiedliche Kanäle, beispielsweise für Nachrichten, Events oder Gruppen. ."Der digitale Austausch zwischen Rathaus und Bürgern zu unterschiedlichen Gruppierungen wird immer wichtiger", wird Dezernent Jochen Müssig in der Mitteilung zitiert. "Dies zeigt auch gerade die Corona-Pandemie." Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises beabsichtigt deshalb, die Einführung dieses digitalen Informationsaustausches auch auf Kreisebene zu prüfen.

Zusätzlich haben Müssig und Amtsleiter Rico Neubert die Arbeit der Wirtschaftsförderung in den zurückliegenden Monaten und der nahen Zukunft vorgestellt, so die Mitteilung. Dabei ging es um Pressearbeit und die Bewerbung des Wirtschaftsstandortes Main-Tauber-Kreis. Schwerpunkte wurden hierbei im Binnenmarkt und in den angrenzenden Regionen gesetzt, mit dem Ziel, junge Familien für einen Zuzug in den Main-Tauber-Kreis zu begeistern und junge Menschen auf die Möglichkeiten der beruflichen Karriere daheim hinzuweisen. Dafür wurde eine Reihe neuer Broschüren erstellt, so die Mitteilung.

Keine Veranstaltungen wegen Corona

Einige Veranstaltungen mussten wegen Corona abgesagt werden, beispielsweise die Hochschulkontaktmessen in Aschaffenburg, Würzburg-Schweinfurt und Würzburg oder die Messe Expo Real in München. Auch der Kreishandwerkerempfang und der Energie- und Mobilitätswendetag fielen aus. "Wir werden diese Veranstaltungen im Jahr 2021 nachholen und rechtzeitig die Termine bekanntgeben", sagte Dezernent Jochen Müssig. In den zurückliegenden Monaten wurden außerdem drei Imagefilme entwickelt, welche unter anderem die Karrierechancen in den Unternehmen des Landkreises vorstellen, so die Mittelung.

Desweiteren ging es um die Planung des Entwicklungsprogrammes Ländlicher Raum (ELR). Im Vergleich zum letzen Jahr gibt es zehn Projekte mehr, heißt es in der Mitteilung weiter. Insgesamt gingen 105 Anträge aus dem kommunalen, privatgewerblichen und dem privaten Bereich ein. Es steht ein Zuschusswunsch von 6,3 Millionen Euro im Raum. Dies ergibt sich aus dem Investitionsvolumen von 47,2 Millionen Euro. Die Wirtschaftsförderung hofft, dass durch das Regierungspräsidium Stuttgart und das Ministerium Ländlicher Raum möglichst viele Maßnahmen bewilligt werden. 

Mobilfunkausbau schreitet voran

Zum Abschluss der Arbeitssitzung Wirtschaftsförderung wurde über die Breitbanderschließung im Main-Tauber-Kreis und den Mobilfunkausbau informiert, so die Mitteilung. Sowohl Telekom als auch Vodafone haben weitere Mobilfunkstandorte mit der LTE- beziehungsweise 5G-Technik aufgerüstet. Die Bürgermeisterämter wurden nochmals gebeten, geeignete Grundstücke für Mobilfunkmasten zu benennen, um die Mobilfunkversorgung im Landkreis zu verbessern.

Auch über die Initiativen der Energieagentur wurden die Teilnehmer informiert, so die Mitteilung. Der Anteil der Solardachenergie steige weiter, bei der Freiflächenphotovoltaik seien einige Projekte in der Umsetzungsphase. Inzwischen wurden 14 Energiebotschafter ausgebildet, die in Kürze bei den Städten und Gemeinden arbeiten werden. Dezernent Jochen Müssig lud abschließend im Namen von Landrat Reinhard Frank zur Verleihung des Zukunftspreises Main-Tauber am 9. Februar 2021 ein, heißt es weiter. 

Informationen zum Aufgabenbereich der Wirtschaftsförderung gibt es beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Wirtschaftsförderung, in der Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim.  Telefon (09341) 825809, E-Mail: wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de, oder im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/wirtschaft

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