Tauberbischofsheim

Gedenktag Josephs von Nazareth, Jesu Ziehvater und Patron der Klosterkirche

Mächtiger Rokokoaltar von Johann Michael Fischer, die Figuren 2,70 m hoch. Das Altarblatt zeigt die Himmelfahrt Marias von Oswald Onghers, datiert 1680.
Foto: Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg | Mächtiger Rokokoaltar von Johann Michael Fischer, die Figuren 2,70 m hoch. Das Altarblatt zeigt die Himmelfahrt Marias von Oswald Onghers, datiert 1680.

Der 19. März sei als Heiligengedenktag dem Ziehvater Jesu gewidmet: Joseph von Nazareth. In Kloster Schöntal, wie dieses in einer Pressemeldung mitteilt, sei er besonders verehrt worden. Eine überlebensgroße Statue schmücke den Hochaltar der Klosterkirche. Man erkenne Joseph daran, dass er ein kleines Kind auf dem Arm trägt – den Jesusknaben.

Joseph war laut Mitteilung als Mann der Maria zugleich der Ziehvater des Christuskinds. Er sei der Schutzheilige der Arbeiter, der Familien, der Sterbenden und der ganzen katholischen Kirche. Er gelte als weise und gerecht, als demütig und als bodenständig. In den Evangelien des Neuen Testaments bleibe seine Gestalt aber schemenhaft. Von ihm selbst sei kein Wort überliefert, auch von seinem Tod liege kein Bericht vor. Die Evangelisten erzählten, Joseph stamme – wie auch Maria – von König David ab und sei Handwerker aus Nazareth. Zudem sei er deutlich älter als seine Verlobte Maria gewesen.

Die Verehrung Josephs im Kloster Schöntal

Die Christenheit in Westeuropa begann laut Mitteilung Joseph erst im Mittelalter zu verehren. Ob Joseph nun der leibliche Vater Jesus sei oder allein der rechtliche habe man nur schwer unter die Gläubigen bringen können. Auf vielen mittelalterlichen Gemälden werde er zu einem alten Mann, oft in einer zweifelnden, nachdenkenden Haltung gemalt. Die Fantasie der mittelalterlichen Künstler mache deutlich: Joseph denkt, stellvertretend für alle, über das Mysterium der jungfräulichen Geburt nach! Die Bettelorden des Mittelalters förderten die Verehrung des demütigen Handwerkers Joseph. 1479 sei der 19. März schließlich vom Papst als offizieller Festtag des Heiligen festgelegt worden. Und 1870 habe man ihn zum Patron der ganzen katholischen Kirche ernannt.

In der barocken Klosterkirche von Kloster Schöntal befinde sich ein besonders beeindruckendes Denkmal der Josephsverehrung, so die Mitteilung. Seine Statue stehe, zusammen mit drei monumentalen Figuren der Apostel Petrus, Paulus und Andreas am Hochaltar. Joseph stehe ganz links: In seinem rechten Arm halte er das Jesuskind, in seiner linken Hand eine blühende Lilie – ein Symbol der Keuschheit und ein Hinweis auf die Herkunft des Kindes auf seinem Arm. Typisch barock: Die Figur, mit 2, 7 Metern Höhe weit überlebensgroß, wirke lebendig und bewegt. Sie hebe sich deutlich ab von der Architektur des prachtvollen Hochalters. Wie immer in Zisterzienserklöstern war laut Mitteilung auch die Schöntaler Klosterkirche ursprünglich der Maria geweiht. Das zentrale Bild des Hochaltars mit der Himmelfahrt Mariens weise darauf hin.

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