Grünsfeld

Grünsfeld will sich bei Netzbetreibern beteiligen

Kreative Ideen, um eine gewisse Rendite für das städtische Kapital zu erzielen, kommen aus dem Grünsfelder Rathaus.
Foto: Matthias Ernst | Kreative Ideen, um eine gewisse Rendite für das städtische Kapital zu erzielen, kommen aus dem Grünsfelder Rathaus.

Ab dem 1. Juli Jahres wird sich die Stadt Grünsfeld an dem Stadtwerk Tauberfranken und der Netze BW beteiligen. Vor dem Hintergrund immer kleiner werdender Renditen auf dem freien Wirtschaftsmarkt für Einlagen aus Geldmitteln suchen viele Kommunen nach Alternativen. Dabei hat die Sicherheit des eingezahlten Geldes absoluten Vorrang.

Keine Spekulationsgeschäfte

Spekulationen der Stadt wolle man auf keinen Fall, so Bürgermeister Joachim Markert in der Gemeinderatssitzung in der Stadthalle vor den Gemeinderäten. Die negativen Schlagzeilen über Kommunen, die ihr Geld beispielsweise bei der Greensill Bank investiert haben oder ähnliche hochspekulative Anlageformen kommen für die Stadt Grünsfeld nicht infrage.

Deshalb sei man auf der Suche nach passenden Partnern auf die "Stadtwerk Tauberfranken Beteiligungsgesellschaft mbH" und die "Kommunale Beteiligungsgesellschaft Netze BW GmbH & Co.KG" gestoßen. Beide Gesellschaften sind im Energiebereich beheimatet, einem Wachstumsmarkt in den nächsten Jahren, so der Bürgermeister. Als regionales Versorgungsunternehmen sei das Stammgeschäft der Stadtwerk Tauberfranken der Handel und die Erzeugung von Strom, Gas, Wasser und Wärme.

Einlage von 100 000 Euro

Außerdem engagiere sich das Unternehmen in der  Telekommunikation (Glasfaser, öffentliches WLAN), bei der regenerativen Energieerzeugung und der Verbreitung der E-Mobilität. Vor allem das regionale Engagement war ein Argument für die Beteiligungsabsicht der Stadt. Man plant mit einer Einlage von 104 700 Euro, wobei jährlich gekündigt werden kann. Als Rendite erwartet man 4,5 Prozent im zehnjährigen Mittel, bei einer Garantiedividende von 0,6 Prozent.

Feste Rendite

Bei der Netze BW, dem größten Verteilnetzbetreiber in Baden-Württemberg mit rund 100 000 Kilometer Stromnetz und 5000 Kilometer Erdgasnetz, will man sich mit 200 000 Euro beteiligen. Hier gilt allerdings eine Bindung von fünf Jahren. Bis 2024 sei eine Rendite von 3,6 Prozent festgeschrieben, so der Bürgermeister.

"Die erwartete Rendite liegt deutlich über derzeitigem Kreditmarktniveau". Markert rechnet mit einem Gewinn von mindestens 7200 Euro im Jahr, vor Steuern. Der Gemeinderat sah ebenfalls die positiven Effekte für die weiteren Beteiligungen der Stadt und gab grünes Licht für die Unterzeichnung der notariellen Verträge, wenn die Kommunalaufsicht ihre Zustimmung gegeben hat.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Main-Tauber und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Grünsfeld
Matthias Ernst
Beteiligungsgesellschaften
Bürgermeister und Oberbürgermeister
E-Fahrzeuge und E-Mobilität
Energiegewinnung
Glasfasern
Stadthallen
Stadträte und Gemeinderäte
Städte
Telekommunikation
Versorgungsunternehmen
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!