Tauberbischofsheim

Landesweit am meisten Verbrechen aufgeklärt in Main-Tauber

Nachdem der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl die landesweiten Statistikdaten für Baden-Württemberg am 19. Februar bekanntgegeben hatte, wurden nun die regionalen Zahlen für den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn veröffentlicht. Das teilt die Polizei in einer Pressemeldung mit. Besonders erfreuliche Nachrichten gibt es aus dem Landkreis Main-Tauber.

Insgesamt könne die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Polizeipräsidium Heilbronn als positiv bezeichnet werden. Die Fallzahlen seien um 5,5 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr wurden laut Mitteilung rund 33 300 Straftaten gezählt, aktuell liegt die Zahl bei 31 482. Damit befinde sich das Polizeipräsidium Heilbronn leicht unter dem Landestrend. In fast allen anderen relevanten Betrachtungen nehme das flächenmäßig größte Polizeipräsidium des Landes jedoch einen Spitzenplatz ein, heißt es in der Pressemeldung weiter.

Der Stadtkreis Heilbronn sei gemessen an der Häufigkeitszahl, welche für die Kriminalitätsbelastung steht, erneut sicherster Stadtkreis in Baden-Württemberg. Vergleicht man die Häufigkeitszahl aller Polizeipräsidien des Landes miteinander, so sei das Heilbronner Präsidium ebenfalls auf dem Spitzenplatz. Die Aufklärungsquote konnte laut Pressemeldung um drei Prozent gesteigert werden und stellt mit 65,4 Prozent erneut ein Fünf-Jahres-Hoch dar. "Noch erfreulicher ist aber, dass wir im Main-Tauber-Kreis die landesweit höchste Aufklärungsquote haben (70,1 %) und der Neckar-Odenwald-Kreis (68,9 %) in diesem Bereich weiterhin einen Spitzenplatz belegt", wird Polizeipräsident Hans Becker in der Mitteilung  zitiert. 

Zahl der Wohnungseinbrüche im Zuständigkeitsbereich weiter rückläufig

Der tiefste Stand seit zehn Jahren sei im Bereich der Wohnungseinbrüche zu verzeichnen. Vor fünf Jahren war laut Mitteilung die Zahl noch mehr als dreimal so hoch. Im letzten Jahr seien im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn 244 Wohnungseinbrüche gezählt worden. Deutlich mehr als die Hälfte der Taten (56,1 %)  seien im Versuchsstadium geblieben. Folge des seit mehreren Jahren angewandten Intensivkonzepts beim Polizeipräsidium Heilbronn sei die Steigerung der Aufklärungsquote in diesem Bereich von 21,7 auf 27 Prozent (Baden-Württemberg: 24,1 %).

Um 1171 Fälle (-12,8 %) ging  laut Mitteilung die Zahl aller Diebstahlsdelikte zurück. Beeinflusst worden sei dieser Trend durch die Corona-Maßnahmen: Menschen befanden sich im Homeoffice, der Einzelhandel war lange Zeit geschlossen und Veranstaltungen, die ebenfalls Tatbegehungsmöglichkeiten geboten hätten, mussten abgesagt werden. Während die Zahlen der Eigentumskriminalität zurückgehen, sei aber in anderen Bereichen, bespielweise bei der Computerkriminalität (+ 5,5%), ein leichter Anstieg feststellbar.

Rückgang in den Phänomenbereichen Enkeltrick und falscher Polizeibeamter

Nachdem die Fälle "Enkeltrick" und "Falscher Polizeibeamter" immer weiter gestiegen waren, erreichte das Polizeipräsidium Heilbronn laut Mitteilung vor zwei Jahren eine Trendwende. Dass sich diese nun fortsetzt und die Zahlen präsidiumsweit um fast ein Drittel auf 455 zurückgegangen sind, sei erfreulich. Vor allem wenn man berücksichtige, dass die Täterinnen und Täter trotz der pandemiebedingten Einschränkungen am Telefon weiterhin uneingeschränkt agieren konnten.

Die Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte habe sich 2020 um zwei auf nun 215 Fälle erhöht, Rettungskräfte seien wie im Vorjahr 15-mal während eines Einsatzes angegriffen worden. Mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen (113 Fälle) ist laut Pressemeldung bei den Angriffen alkoholisiert gewesen. Insgesamt sei die Polizei aber zufrieden mit ihren Ergebnissen.

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