Tauberbischofsheim

Landschaftspflegeverband leistet wertvolle Arbeit

Lorenz Flad (rechts) verdeutlicht dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Reinhart die Aufgabe einer Trockensteinmauer, die für die Hänge im Taubertal typisch ist.
Foto: Matthias Ernst | Lorenz Flad (rechts) verdeutlicht dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Reinhart die Aufgabe einer Trockensteinmauer, die für die Hänge im Taubertal typisch ist.

In den letzten Jahren haben die Beauftragten des Kreis-Landschaftspflegeverbandes (KLPV) immer ein Stück der vielen Trockenmauern am Edelberg saniert, damit sie für die Nachwelt erhalten werden und ihre eigentliche Aufgabe, den Abrutsch der Steilhänge zu verhindern, weiter erfüllen können. Geschäftsführer Lorenz Flad berichtete dem CDU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Reinhart sehr anschaulich von den vielfältigen Aufgaben der Landschaftspflege, die im Main-Tauber-Kreis seit 1999 existiert. Man war damals einer der ersten Pflegeverbände im Land, erinnert sich Reinhart, der die Arbeit von Anfang an positiv begleitete. "Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, dass die Landschaft in ihrer vollen Vielfalt erhalten bleibt", so Reinhart. Deshalb sei die Arbeit des KLPV nicht hoch genug anzurechnen. Außerdem war das Projekt anfangs auch dazu gedacht, den Landwirten in den schwachen Wintermonaten eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit zu bieten. Schließlich wird jede geleistete Stunde vom Landschaftspflegeverband vergütet. Dabei beschränkt sich die Arbeit nicht nur auf das Wiederherstellen von Trockenmauern, das Aufgabengebiet ist viel weitreichender. Neben Gehölzschnitt gehört auch die Pflege von Mager- und Trockenwiesen zu den vordringlichen Aufgaben. "Ich habe mich von Anbeginn schon in meinem Heimatort Königheim für die Arbeit des Landschaftspflegeverbandes eingesetzt", berichtet Wolfgang Reinhart.

Mittlerweile haben alle Kommunen im Main Tauber Kreis die Wichtigkeit des Landschaftspflegeverbandes erkannt und unterstützen die Arbeit nicht nur monetär, sondern auch mit Kräften aus dem Bauhof oder anderen Freiwilligen. Dabei ist die Wiederherstellung von Trockenmauern nur ein Aspekt. Die Pflege der Landschaft mit ihrer Vielfalt sind die Hauptakzente, weshalb auch Schafherden oder Rinder zur Beweidung eingesetzt werden. Damit kann der Bewuchs kurz gehalten werden und die Biodiversität steigt, weil alle Tier und Pflanzen gute Voraussetzungen finden, so Flad. Mittlerweile strahlt diese Naturschutzarbeit ins ganze Land als Vorbild aus, freut sich nicht nur Reinhart.

Gut 1,2 Millionen Euro gibt das Land Baden-Württemberg jährlich für die Arbeit des Landschaftspflegeverbandes aus, hinzu kommen noch Gelder vom Landkreis und der EU. Mittlerweile hat der Verband eine Fläche von 1800 Hektar in der Pflege, die von 200 Landwirten, Privatpersonen oder Naturschutzvereinen versorgt werden. Durch die extensive Nutzung der Flächen kann sich die Natur erholen und bildet damit einen sinnvollen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft im ländlichen Raum. Dazu gehören auch Pflanzungen von Bäumen oder Sträuchern, wie sie für die Gegend typisch sind.

Über 200 Einzelmaßnahmen wurden allein 2018 durchgeführt. Dies sei eine hervorragende Summe, so der Landtagsabgeordnete Reinhart. "Das Geld ist gut angelegt, denn der Erhalt der Natur in ihrer gesamten Vielfalt ist für uns von entscheidender Bedeutung", lobt Reinhart und verspricht, sich weiter für die Zuschüsse des Landes einzusetzen. Etwaige Kürzungen, wie sie von einigen Stellen gefordert werden, will Reinhart mit aller Vehemenz entgegentreten.

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