Tauberbischofsheim

Pfarrer i.R. Robert Geiger feierte seinen 90. Geburtstag

Der Pfarrer im Ruhestand Rat Robert Geiger feierte in Tauberbischofsheim seinen 90. Geburtstag.
Foto: Marcella Bickel | Der Pfarrer im Ruhestand Rat Robert Geiger feierte in Tauberbischofsheim seinen 90. Geburtstag.

Die Kirche gegenüber hatte er schon von klein auf stets im Blick: Nachdem sein Elternhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zur katholischen Stadtkirche St. Martin stand, nämlich an der Stelle des jetzigen Nebengebäudes des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis, durfte es eigentlich nicht verwundern, dass der einstige Ministrant Robert Geiger seiner Berufung folgte. Der als Ältester unter vier Geschwistern am 1. März 1931 in Tauberbischofsheim geborene Pfarrer im Ruhestand und Geistliche Rat, der nach der Primiz 1957 in diesem Gotteshaus dort vor knapp vier Jahren auch sein Diamantenes Weihejubiläum beging, feierte am Montag seinen 90. Geburtstag.

Nach der offiziellen Versetzung in den Ruhestand 2003, danach als Subsidiar in der Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim tätig, hält der Priester seitdem vor allem in der Kernstadt selbst, aber auch den umliegenden Gemeinden regelmäßig und dabei zeitgemäß gestaltete Gottesdienste. Denn der echte „Bischemer“, dem die „Glaubwürdigkeit des Glaubens“ besonders am Herzen liegt, ist noch „fit“.

Angefangen hatte dabei alles nach dem Abitur am Matthias-Grünewald-Gymnasium 1951, ab 1952 folgte das Studium der Philosophie und Theologie an den Universitäten in Würzburg und Freiburg. Der Priesterweihe am 2. Juni 1957 durch den damaligen Erzbischof Eugen Seiterich schloss sich an Pfingsten jenes Jahres die feierliche Primiz in St. Martin in der Kreisstadt an, ausgerichtet unter dem Spruch „Ich will hintreten zum Altare Gottes, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf“ – einem Vers aus dem Psalm 43,4.

Wieder zuhause in der Heimatstadt

Nach Stationen in St. Jakobus Schutterwald und Herz-Jesu in Pforzheim von 1957 bis 1963 wirkte Geiger bis 1971 als Militärpfarrer bei der Bundeswehr, ehe er schließlich als Stadtpfarrer von St. Laurentius in Bretten von 1971 bis 2003 ein erfüllendes Aufgabenfeld vorfand. Der ständige Stellvertreter des Dekans (von 1989 bis 2001), der auch zehn Jahre als freier Mitarbeiter beim Süddeutschen Rundfunk agierte und unter anderem 1998 als Autor des Kunstführers „Katholische Stadtkirche St. Laurentius Bretten“ hervortrat, vereinte in der Großen Kreisstadt zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten auf sich.

Der am 12. Mai 1986 zum Geistlichen Rat ernannte Robert Geiger erhielt 1996 das Bundesverdienstkreuz am Bande, während man ihm 2001 das Ehrenzeichen in Gold des Deutschen Caritasverbandes verlieh und 2003 die Ehrenmedaille der Großen Kreisstadt Bretten.

Inzwischen fühlt sich der 90-Jährige jedoch längst wieder voll zuhause in seiner Heimatstadt, in der er seinen Geburtstag coronabedingt im privaten Umfeld beging – ohne das eigentlich geplante größere Beisammensein, etwa im Gemeindesaal von St. Bonifatius unweit seiner Wohnung.

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