Tauberbischofsheim

Selbsterkenntnis als Zukunftsinvestition

Oberstudienrat Klaus Schenck (am Mikrofon) begrüßte Referentin Ursula Burkert (Zweite von links) und die beiden Schüler seiner Psychologiekurse am Technischen und Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim, Franziska Wolf (links) und Heiko Honikel (rechts), zum Schüler-Coaching vor der Kamera.
Foto: FTA | Oberstudienrat Klaus Schenck (am Mikrofon) begrüßte Referentin Ursula Burkert (Zweite von links) und die beiden Schüler seiner Psychologiekurse am Technischen und Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim, Franziska ...

Persönlichkeitsanalyse hautnah erlebte der Psychologie-Kurs des Technischen Gymnasiums (TG)Tauberbischofsheim beim Schüler-Coaching von Ursula Burkert – Theologin, Psychologin, Coach und Gründerin des Instituts für Persönlichkeitsentwicklung in Lauda. „Wer bin ich, was kann ich, was will ich?“ Schon bei der ersten Frage stocken die meisten angehenden Abiturienten, doch die Antwort auf die ersten zwei Fragen bedingt oft die Antwort auf die dritte: „Was will ich?“ Burkert packte genau hier an, bei den Stärken, bei den Schwächen, bei der Erkenntnis von beidem.

Aus diesem Grund hatte Klaus Schenck, Lehrer des Psychologie-Kurses, Ursula Burkert eingeladen. Intensiviert wurde der Besuch laut Schencks Mitteilung durch das Projekt des TG-Kurses „Themen vor der Kamera“. Es gehe beim Filmen darum, an solch einmaligen Veranstaltungen per Internet so viele junge Menschen wie nur möglich teilhaben zu lassen. Mit diesem Projekt wurde der TG-Psychologie-Kurs zum Film-Team der „FT-Abi-Plattform“, die all diese Events in Blick auf Medienarbeit begleitet.

Der Psychologie-Kurs des Wirtschaftsgymnasiums (WG) Tauberbischofsheim von Schenck wurde repräsentiert durch Franziska Wolf, das TG von Heiko Honikel. Beide ergriffen die ihnen gebotene Chance, an einem Coaching vor der Kamera mit einer so erfahrenen Psychologin wie Ursula Burkert teilzunehmen, die Mitschüler waren zunächst konzentrierte Zuschauer. „Es geht nicht um besser oder schlechter, es geht um das Finden eurer Persönlichkeit, das, was euch ausmacht, und das, was ihr verändern könnt!“ So definierte Burkert zu Beginn ihren Ansatz.

Franziska und Heiko mussten am Flipchart zunächst zwölf Stärken nennen. Die ersten sechs flossen schnell, sie gelten auch als die zentralen Stärken, danach begann das Grübeln, das Suchen in sich. In dieser Phase kamen die Mitschüler ins Spiel und nannten aus ihrer Sicht Stärken der beiden, was die Selbsterkenntnis nicht nur vertiefte, sondern ein großartiges Gefühl des Getragenwerdens durch die Klassenkameraden vermittelte.

„Wer bin ich“, wird auch stark ergänzt durch die Aussage: „Wer bist du in unseren Augen!“ Die Flipchart-Blätter wurden an die vorbereiteten Stellwände gepinnt, dann begann das Spiel von vorne: „Nenne zwölf Schwächen!“

Dieser Teil war der psychisch schwierigere, es herrschte tiefe Stille, die Mitschüler waren konzentriert bei den Vertretern ihrer Kurse, aber auch bei sich. Die Frage „Wer bin ich?“ beschäftigte im Stillen alle Anwesenden, was sind meine Stärken, was sind meine Schwächen, was macht mich zu dem, der ich bin! Aus der Stille der Selbstreflexion wurde dann eine engagierte Debatte aller Anwesenden, wie Stärken und Schwächen der beiden Kursteilnehmer zu bewerten sind, sind es Persönlichkeitsmerkmale – also nicht änderbar – oder Charaktereigenschaften, an denen es zu arbeiten gilt.

Das Besondere am Ansatz von Ursula Burkert war, aus unterschiedlichen Stärken und Schwächen einen roten Faden herauszuarbeiten, indem Aspekte von Stärken und Schwächen miteinander verbunden wurden und sich so aus Einzelteilen ein Gesamttrend der Persönlichkeit ergab. Burkert verband Respekt vor der Persönlichkeit des Einzelnen mit gleichzeitiger Ermutigung zur Veränderung als realisierbaree Chance.

Beide Psychologie-Kurse erarbeiteten sich mit dem Jahresthema „Krisenbewältigung“, aus unterschiedlicher Sicht präsentiert von jedem Teilnehmer, eine Stärkung der Lebenskompetenz, die weit in die Zukunft junger Menschen strahlt. Diese Stärkung in Blick auf das Leben wurde durch verschiedene Gäste wie den Ex-Fechtweltmeister Matthias Behr, Unternehmensberater Frank Schwartz oder die Heilpraktikerin für Psychotherapeutin Gabriele Kemmer intensiviert.

Lehrer Schenck formuliert es so: „Aus der Theorie wurde erlebter, erlittener, gemeisterter Lebensweg, eine Ermutigung fürs Leben, eine Stärkung in Niederlagen, eine Wegweisung für die Zukunft – Psychologiekurse in Idealform.“

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